Pflegeforschende haben das gesellschaftliche Mandat, mit ihrem Wissen zu einer qualitativen und quantitativen Verbesserung der Versorgungssituation von Menschen mit pflegerischen und weiteren gesundheitlichen Bedarfen und Bedürfnissen beizutragen. So soll Gesundheit verbessert werden, der Umgang mit Krankheit und Pflegebedürftigkeit erleichtert und die Lebensqualität gesteigert werden. Der Wissenserwerb ist also kein Selbstzweck, sondern er verfolgt normative Ziele, die gesellschaftliche Wertvorstellungen von einem gutem Leben betreffen. Pflegeforschung ist somit „nicht losgelöst von ihrem gesellschaftlichen Umfeld, von Interessen, Werturteilen und Nutzenerwägungen“ (Kock, 2010, S. 8) zu betrachten und „nicht ethisch neutral“ (Lehmann et al., 2022, S. 23), sondern eine ethisch bedeutsame, menschliche Praxis.

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Eckpunkte der Forschungsethik in der Pflegeforschung in Deutschland

  • Anna-Henrikje Seidlein,
  • Annette Riedel,
  • Karen Klotz

摘要

Pflegeforschende haben das gesellschaftliche Mandat, mit ihrem Wissen zu einer qualitativen und quantitativen Verbesserung der Versorgungssituation von Menschen mit pflegerischen und weiteren gesundheitlichen Bedarfen und Bedürfnissen beizutragen. So soll Gesundheit verbessert werden, der Umgang mit Krankheit und Pflegebedürftigkeit erleichtert und die Lebensqualität gesteigert werden. Der Wissenserwerb ist also kein Selbstzweck, sondern er verfolgt normative Ziele, die gesellschaftliche Wertvorstellungen von einem gutem Leben betreffen. Pflegeforschung ist somit „nicht losgelöst von ihrem gesellschaftlichen Umfeld, von Interessen, Werturteilen und Nutzenerwägungen“ (Kock, 2010, S. 8) zu betrachten und „nicht ethisch neutral“ (Lehmann et al., 2022, S. 23), sondern eine ethisch bedeutsame, menschliche Praxis.