Oftmals wird argumentiert, der Mensch könne nicht „zufällig“, aus einer Ansammlung willkürlicher Mutationen, entstanden sein. Letztlich ist die Entstehung jeder einzelnen Lebensform auf der Erde (ob es Leben auch auf anderen Planeten gibt, wissen wir nicht) ein einmaliges historisches Ereignis, nur im Nachhinein rekonstruierbar und „weder reproduzierbar noch vorhersagbar“. Der Mensch ist dabei im evolutionsbiologischen Sinne nichts Besonderes und auch nicht die „Krone“ der Evolution: Jede einzelne Tier- und Pflanzenart, die heute noch lebt, hat eine Entwicklungsgeschichte hinter sich, die genauso lange währt wie die des Menschen und die sicher eine ähnliche Anzahl von Zufallsschritten beinhaltet. Jede andere Art, bei der einer dieser zahlreichen Zufälle in der Entwicklungsgeschichte dazu führte, dass die Individuen sich nicht mehr ausreichend erfolgreich fortpflanzen und vermehren konnten, ist einfach ausgestorben. Auch Lebewesen, die uns heute primitiv vorkommen (seien es Regenwürmer, Amöben oder Bakterien), existieren in einer ununterbrochenen Reihe seit der Entwicklung der ersten Lebewesen auf der Erde vor kaum vorstellbaren 4 Mrd. Jahren und sind in ihrer Spezialisierung so gut angepasst, dass sie und ihresgleichen bis heute überlebt haben – wie der Mensch. Sie sind also keineswegs weniger (im Sinne von minderwertiger) entwickelt, tiefer oder niedriger stehend als der Mensch, haben aber offenbar andere Wege beschritten als unsere Vorfahren und waren auf diesen Wegen mindestens ebenso erfolgreich wie wir, was das Überleben angeht.

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Evolutionstheorie – „Nichts in der Biologie ergibt Sinn außer im Licht der Evolution“

  • Bastian Suhr,
  • Dierk Suhr

摘要

Oftmals wird argumentiert, der Mensch könne nicht „zufällig“, aus einer Ansammlung willkürlicher Mutationen, entstanden sein. Letztlich ist die Entstehung jeder einzelnen Lebensform auf der Erde (ob es Leben auch auf anderen Planeten gibt, wissen wir nicht) ein einmaliges historisches Ereignis, nur im Nachhinein rekonstruierbar und „weder reproduzierbar noch vorhersagbar“. Der Mensch ist dabei im evolutionsbiologischen Sinne nichts Besonderes und auch nicht die „Krone“ der Evolution: Jede einzelne Tier- und Pflanzenart, die heute noch lebt, hat eine Entwicklungsgeschichte hinter sich, die genauso lange währt wie die des Menschen und die sicher eine ähnliche Anzahl von Zufallsschritten beinhaltet. Jede andere Art, bei der einer dieser zahlreichen Zufälle in der Entwicklungsgeschichte dazu führte, dass die Individuen sich nicht mehr ausreichend erfolgreich fortpflanzen und vermehren konnten, ist einfach ausgestorben. Auch Lebewesen, die uns heute primitiv vorkommen (seien es Regenwürmer, Amöben oder Bakterien), existieren in einer ununterbrochenen Reihe seit der Entwicklung der ersten Lebewesen auf der Erde vor kaum vorstellbaren 4 Mrd. Jahren und sind in ihrer Spezialisierung so gut angepasst, dass sie und ihresgleichen bis heute überlebt haben – wie der Mensch. Sie sind also keineswegs weniger (im Sinne von minderwertiger) entwickelt, tiefer oder niedriger stehend als der Mensch, haben aber offenbar andere Wege beschritten als unsere Vorfahren und waren auf diesen Wegen mindestens ebenso erfolgreich wie wir, was das Überleben angeht.