Historische Entwicklungen
摘要
Noch zu Begin des 20. Jahrhunderts führte der vollständige Ausfall der Nierenfunktion in der Regel zum Tode des Patienten. Mit einem zunehmenden Verständnis der physiologischen Prozesse in der Niere begann die Suche nach technischen Möglichkeiten, das Blut von Patienten mit erloschener Nierenfunktion von eliminationspflichtigen Substanzen zu befreien. Die ersten Nierenersatzverfahren in den 1910er-Jahren waren technisch sehr aufwendig und konnten die Sterblichkeit des Nierenversagens nicht relevant senken. Durch technische Weiterentwicklungen wurden die Nierenersatzverfahren einfacher zu handhaben, was zu ihrer zunehmenden Verbreitung beitrug. Unter anderem wegen der nur bedingt gegebenen Keimfreiheit wurden die Verfahren bis in die 1960er-Jahre jedoch stets nur intermittierend (d. h. über wenige Stunden) eingesetzt. Erst die industrielle Fertigung steriler und pyrogenfreier Hohlfasermembranen ebnete den Weg zum kontinuierlichen Einsatz von Nierenersatzverfahren, wie er heute in der Intensivmedizin üblich ist.