Die Geister im Wasser. Interdependenzen von Wasser, Wahrnehmung und Spuk bei Annette von Droste-Hülshoff
摘要
Annette von Droste-Hülshoffs Gedichte erkunden die Materialität des Wassers in ihrer Verwobenheit mit den übrigen Wesen und Kräften der Natur, einschließlich des Menschen und der mehr-als-menschlichen Wesen, der Geister und Spukerscheinungen. Dieser Beitrag erforscht, auf welche Weise das Wasser in Drostes Texten Fragen nach der Wahrnehmung aufwirft, die auf die zeitgenössische Sinnesphysiologie verweisen, und wie diese Fragen mit kulturellen Narrativen von Spuk und Geistern verknüpft sind. Lektüren der Gedichte Vorgeschichte (Second Sight) und Am Bodensee zeigen, wie diese Texte an die romantische Literatur und Wissenschaft anschließen und wie sie auf dieser Basis Verfahren entwickeln, die eine detaillierte – stellenweise moderne – Exploration der Interdependenzen zwischen den Prozessen von Wahrnehmung und Imagination, Traum und Unbewusstem, materieller Umgebung und kulturellen Narrativen ermöglichen.