Seit mehr als 200 Jahren steht Rousseaus Unterscheidung zwischen dem Gemeinwillen (volonté générale), dem Willen aller (volonté de tous) und dem Einzelwillen (volonté particuliere/intérêt privé) in der Diskussion und auch im Zentrum der Debatte um seine Demokratietheorie (Sreenivasan 2000; Weinstock 2004; Radica 2008; Bernardi 2014; Spector 2015). Dies liegt daran, dass Rousseau im berühmten 3. Kapitel des Buches II des Contrat social, in dem er diese grundlegende Unterscheidung einführt und veranschaulicht, auf eine mathematische Analogie zurückgreift, die als undurchschaubar, wenn nicht gar als obskur angesehen wird:

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Wille: Volonté particulière/Volonté de tous/Volonté générale

  • Skadi S. Krause

摘要

Seit mehr als 200 Jahren steht Rousseaus Unterscheidung zwischen dem Gemeinwillen (volonté générale), dem Willen aller (volonté de tous) und dem Einzelwillen (volonté particuliere/intérêt privé) in der Diskussion und auch im Zentrum der Debatte um seine Demokratietheorie (Sreenivasan 2000; Weinstock 2004; Radica 2008; Bernardi 2014; Spector 2015). Dies liegt daran, dass Rousseau im berühmten 3. Kapitel des Buches II des Contrat social, in dem er diese grundlegende Unterscheidung einführt und veranschaulicht, auf eine mathematische Analogie zurückgreift, die als undurchschaubar, wenn nicht gar als obskur angesehen wird: