Verschiedene Interventionen können im organisationalen Kontext eingesetzt werden, um umweltfreundliches Verhalten von Beschäftigten gezielt zu fördern. Sechs Hauptkategorien solcher Interventionen sind Informationen vermitteln, Anreize schaffen, Feedback geben, Ziele setzen, Selbstverpflichtung anregen sowie Einfluss auf automatisierte Entscheidungen nehmen (sodass diese eher zu Gunsten der Umwelt ausfallen). Diese Interventionsarten wirken unter anderem auf umweltbezogenes Wissen und Fertigkeiten, Risikowahrnehmung, wahrgenommene Verantwortung, Problemwahrnehmung, Einstellungen, Wirksamkeitserwartungen, Normen, Identität sowie Emotionen als wichtige individuelle Einflussfaktoren umweltfreundlichen Verhaltens. Eine Kombination verschiedener Interventionen ist in der Regel am wirksamsten. Als praktisches und effektives Beispiel wird die partizipative Intervention mit motivierender Gesprächsführung vorgestellt, welche umweltfreundliches Verhalten in Teams verbessern kann. Neben der Vorbereitung, Durchführung und Auswertung spezifischer Interventionen existieren mehrere Green Transformation-Ansätze, welche einen umfassenderen und organisationsweiten Veränderungsprozess hinsichtlich Zielen und Strategie, Menschen, Gebäuden und Infrastruktur, Technologie, Kultur und Führung sowie Prozessen und Verfahren beinhalten. Dieser Prozess umfasst eine Vorbereitungsphase, die Veränderung von Arbeitsweisen sowie die Verfestigung und Stabilisierung der neuen Arbeitsweisen. Das Kapitel schließt mit mehreren praktische Handlungsempfehlungen für Mitarbeitende, Teams, Führungskräfte und Geschäftsführer:innen.

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Transfer in die Praxis: Umweltfreundliche Organisationen gestalten

  • Sarah Rietze,
  • Clara Kühner,
  • Hannes Zacher

摘要

Verschiedene Interventionen können im organisationalen Kontext eingesetzt werden, um umweltfreundliches Verhalten von Beschäftigten gezielt zu fördern. Sechs Hauptkategorien solcher Interventionen sind Informationen vermitteln, Anreize schaffen, Feedback geben, Ziele setzen, Selbstverpflichtung anregen sowie Einfluss auf automatisierte Entscheidungen nehmen (sodass diese eher zu Gunsten der Umwelt ausfallen). Diese Interventionsarten wirken unter anderem auf umweltbezogenes Wissen und Fertigkeiten, Risikowahrnehmung, wahrgenommene Verantwortung, Problemwahrnehmung, Einstellungen, Wirksamkeitserwartungen, Normen, Identität sowie Emotionen als wichtige individuelle Einflussfaktoren umweltfreundlichen Verhaltens. Eine Kombination verschiedener Interventionen ist in der Regel am wirksamsten. Als praktisches und effektives Beispiel wird die partizipative Intervention mit motivierender Gesprächsführung vorgestellt, welche umweltfreundliches Verhalten in Teams verbessern kann. Neben der Vorbereitung, Durchführung und Auswertung spezifischer Interventionen existieren mehrere Green Transformation-Ansätze, welche einen umfassenderen und organisationsweiten Veränderungsprozess hinsichtlich Zielen und Strategie, Menschen, Gebäuden und Infrastruktur, Technologie, Kultur und Führung sowie Prozessen und Verfahren beinhalten. Dieser Prozess umfasst eine Vorbereitungsphase, die Veränderung von Arbeitsweisen sowie die Verfestigung und Stabilisierung der neuen Arbeitsweisen. Das Kapitel schließt mit mehreren praktische Handlungsempfehlungen für Mitarbeitende, Teams, Führungskräfte und Geschäftsführer:innen.