Literarische Bildung in der Krise
摘要
Der Beitrag plädiert für die verstärkte Berücksichtigung von Dimensionen persönlichkeitsbildenden Unterrichtens im Literaturunterricht der Gegenwart. Die Argumentation stützt sich dabei zum einen auf zahlreiche Befunde zu einer vor allem durch die Corona-Krise und die damit verbundenen Schulschließungen geschwächten Schülergeneration. Zum anderen rekurriert der Beitrag auf den Literaturunterricht der Nachkriegszeit und seine grundsätzlich persönlichkeitsbildende Zielsetzung, da diese – so die These – bei Berücksichtigung von veränderten Vorstellungen von Persönlichkeitsbildung für die Krisensituation der Gegenwart genutzt werden kann. Die Ausführungen münden in auch praxisrelevante Bemerkungen zur Dimensionierung persönlichkeitsbildenden Literaturunterrichts ein, dies auch vor dem Hintergrund jüngster Debatten um postautonome Literatur.