Fazit
摘要
Peter Kurzeck sieht sich als Autor dem traditionellen auratischen Kunstbegriff verpflichtet und findet damit Anerkennung. Zugleich gehen seine Arbeitsweise und seine literarischen Produkte mit Techniken und Mechanismen einher, die für populäre, massentaugliche Formen des 21. Jahrhunderts charakteristisch sind. Das ist insofern bemerkenswert, als dass mit dem autonomieästhetischen Literaturverständnis bis heute die Vorstellung verbunden ist, dass künstlerische Unabhängigkeit, Authentizität, Anspruch und Qualität mit Inszenierung, Popularität und Verkaufserfolg unvereinbar sind. Gegenwartsliteratur, die dieser Dichotomie nicht entspricht, ist jenseits kulturpessimistischer Ansichten aus literaturwissenschaftlicher Perspektive zunächst Ausdruck eines veränderten Ästhetikverständnisses und einer neuen Form der Kunstrezeption. Nicht die Kunst und ihre Autonomie stehen zur Debatte, sondern die lange Zeit mit ihnen verbundene Vorstellung von Ästhetik.