Nach dem Weltende: Der neue Mensch und der Männerbund
摘要
Der Erste Weltkrieg stellte eine Zäsur im expressionistischen Jahrzehnt dar und teilte die Epoche eindeutig in eine Früh- und eine Spätphase, denn nach Kriegsausbruch vollzogen sich in expressionistischen Kreisen bedeutende programmatische Verschiebungen: Die Autoren verabschiedeten sich von den frühexpressionistischen Poetiken und ihren Aporien und gelangten zu ganz neuen Auffassungen, nicht nur in Bezug auf die Kunst und ihre gesellschaftliche Funktion, sondern auch beim Geschichtsverständnis. Es dominierten nun zudem Vorstellungen über den Menschen, die Menschheit und die Gemeinschaft, die bis August 1914 undenkbar gewesen wären. Wie in den vorangegangenen Kapiteln ausgeführt, wies der Frühexpressionismus zwei in vielerlei Hinsicht gegensätzliche Tendenzen auf: eine vitalistische und eine intellektualistische.