Poetiken des Ichs und der Masse in den Vorkriegsjahren
摘要
Kennzeichnend für den Beginn des expressionistischen Jahrzehnts ist die Erkenntnis, dass sich die Menschheit in zwei Hälften gespalten hatte, die sich weiter voneinander entfernten und immer schwerer miteinander vereinbaren ließen. Das erste Anzeichen dieser tiefen Spaltung bilden eine Reihe um 1910 erschienener Aufsätze, in denen die jeweiligen Urheber die von ihnen empfundene Distanz zwischen etwa „Literaten“ und „Volk“ oder „Dichter“ und „Menge“ beklagten. Ihnen erschien diese Lage umso bedauerlicher, da einige Autoren den Dichtern und Schriftstellern das Vorrecht zuschrieben, ‚Führer‘ des Volks zu sein.