Da durch den globalen Klimawandel auch die städtische Überwärmung an Intensität zunimmt, erhöht sich die Anzahl an thermischen Beeinträchtigungen. Die Bedeutung von Minderungsmaßnahmen nimmt also zu. Diese Tatsachen werden auch in der Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel aufgegriffen und als Schlüsselrollen definiert. Dies geschieht hauptsächlich in Bezug auf Hitzebelastung mit den negativen Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit. Im Beitrag werden Methodiken für Hitzeaktionspläne und deren wirkungsvoller Einsatz behandelt. Notwendig sind Grundlagen, die es ermöglichen gezielte Maßnahmen zu entwickeln, die lokalspezifisch Minderungspotenzial haben. Dabei sollten sowohl auf bauliche Infrastruktur als auch auf vulnerable Bevölkerungsgruppen fokussiert werden. Dafür eignen sich Stadtklimaanalysen gekoppelt mit Vulnerabilitätsbetrachtungen. Das Stadtklima und die physikalischen Grundlagen des Phänomens der städtischen Überwärmung (Wärmeinsel Stadt) sind bekannt und gut beschrieben. Das Phänomen setzt sich zusammen aus Einflüssen des regionalen Klimas und den Zusatzeffekten des städtischen Raums. Um zu räumlichen Bewertungen zu kommen, ist es wichtig, eine Stadtklimaanalyse in drei Schritten vorzunehmen: 1. Klimaanalysekarte, 2. Planungshinweiskarte und 3. Vulnerabilitätsanalyse. Letztere konkretisiert die gefährdeten Räume und ermöglicht die Priorisierung des Handlungsbedarfs. Dieses Vorgehen kann einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung von lokalisierbaren Maßnahmen leisten. Es kann der vulnerablen Bevölkerung, sensiblen Einrichtungen und einer nachhaltigen Stadtentwicklung dienen. Neben den zuvor mesoklimatischen Einordnung, wird zudem besonderes Augenmerk auf Mikroklimaanalysen gelegt. Mit der Steigerung des Detaillierungsgrades kann die Betrachtung des Mikroklimas eine weitere Ergänzung liefern, um die Wirkung der Maßnahmen quantitativ darzustellen und deren Wirkung zu veranschaulichen, was ebenso ein wichtiger Bestandteil in der Kommunikation mit Stadtbewohnern und bei der Entwicklung von Hitzeaktionsplänen ist.

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Stadtklimabewertung für Hitzeaktionspläne

  • Janalisa Hahne,
  • Lutz Katzschner,
  • Sebastian Kupski

摘要

Da durch den globalen Klimawandel auch die städtische Überwärmung an Intensität zunimmt, erhöht sich die Anzahl an thermischen Beeinträchtigungen. Die Bedeutung von Minderungsmaßnahmen nimmt also zu. Diese Tatsachen werden auch in der Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel aufgegriffen und als Schlüsselrollen definiert. Dies geschieht hauptsächlich in Bezug auf Hitzebelastung mit den negativen Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit. Im Beitrag werden Methodiken für Hitzeaktionspläne und deren wirkungsvoller Einsatz behandelt. Notwendig sind Grundlagen, die es ermöglichen gezielte Maßnahmen zu entwickeln, die lokalspezifisch Minderungspotenzial haben. Dabei sollten sowohl auf bauliche Infrastruktur als auch auf vulnerable Bevölkerungsgruppen fokussiert werden. Dafür eignen sich Stadtklimaanalysen gekoppelt mit Vulnerabilitätsbetrachtungen. Das Stadtklima und die physikalischen Grundlagen des Phänomens der städtischen Überwärmung (Wärmeinsel Stadt) sind bekannt und gut beschrieben. Das Phänomen setzt sich zusammen aus Einflüssen des regionalen Klimas und den Zusatzeffekten des städtischen Raums. Um zu räumlichen Bewertungen zu kommen, ist es wichtig, eine Stadtklimaanalyse in drei Schritten vorzunehmen: 1. Klimaanalysekarte, 2. Planungshinweiskarte und 3. Vulnerabilitätsanalyse. Letztere konkretisiert die gefährdeten Räume und ermöglicht die Priorisierung des Handlungsbedarfs. Dieses Vorgehen kann einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung von lokalisierbaren Maßnahmen leisten. Es kann der vulnerablen Bevölkerung, sensiblen Einrichtungen und einer nachhaltigen Stadtentwicklung dienen. Neben den zuvor mesoklimatischen Einordnung, wird zudem besonderes Augenmerk auf Mikroklimaanalysen gelegt. Mit der Steigerung des Detaillierungsgrades kann die Betrachtung des Mikroklimas eine weitere Ergänzung liefern, um die Wirkung der Maßnahmen quantitativ darzustellen und deren Wirkung zu veranschaulichen, was ebenso ein wichtiger Bestandteil in der Kommunikation mit Stadtbewohnern und bei der Entwicklung von Hitzeaktionsplänen ist.