Die Zunahme von Extremwetterereignissen ist eine der Auswirkungen des Klimawandels, die durch das SDG 13, Climate Action, adressiert wird. Für eine wirksame Zur effektiven Anpassung an den Klimawandel gehört neben der Sensibilisierung der Bevölkerung die Bereitstellung wirksamer institutioneller Mechanismen, wie Klimarisikoversicherungen. Insbesondere seit der Flut im Ahrtal 2021 werden auch in Deutschland Versicherungslösungen, wie die Einführung einer Pflichtversicherung für Elementarschäden wieder verstärkt diskutiert. Die gesellschaftliche Regulation von komplexen und multidimensionalen Klimarisiken durch Versicherungen stößt jedoch an Grenzen und geht mit zusätzlichen, sekundären Gefahren einher (z. B. moral hazards). Diese können sich negativ auf die langfristige Anpassung an veränderte Lebensbedingungen auswirken und stehen somit den Zielen des SDG 13 entgegen. Wir schlagen daher eine stärkere Verantwortungsteilung vor, um die Entwicklung von zukunftsorientierten Resilienzstrategien in Deutschland voranzubringen. Dazu arbeiten wir die Unterschiede zwischen traditionellen und Klimarisikoversicherungen heraus und diskutieren die Bedeutung unterschiedlicher Akteur_innen und ihre Verantwortungsbereiche. Abschließend zeigen wir zentrale Herausforderungen einer Verantwortungsteilung für den Umgang mit Extremwetterereignissen auf.

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Versicherungen gegen Naturgefahren und die Notwendigkeit zur Verantwortungsteilung

  • Julia Plaß,
  • Jens O. Zinn

摘要

Die Zunahme von Extremwetterereignissen ist eine der Auswirkungen des Klimawandels, die durch das SDG 13, Climate Action, adressiert wird. Für eine wirksame Zur effektiven Anpassung an den Klimawandel gehört neben der Sensibilisierung der Bevölkerung die Bereitstellung wirksamer institutioneller Mechanismen, wie Klimarisikoversicherungen. Insbesondere seit der Flut im Ahrtal 2021 werden auch in Deutschland Versicherungslösungen, wie die Einführung einer Pflichtversicherung für Elementarschäden wieder verstärkt diskutiert. Die gesellschaftliche Regulation von komplexen und multidimensionalen Klimarisiken durch Versicherungen stößt jedoch an Grenzen und geht mit zusätzlichen, sekundären Gefahren einher (z. B. moral hazards). Diese können sich negativ auf die langfristige Anpassung an veränderte Lebensbedingungen auswirken und stehen somit den Zielen des SDG 13 entgegen. Wir schlagen daher eine stärkere Verantwortungsteilung vor, um die Entwicklung von zukunftsorientierten Resilienzstrategien in Deutschland voranzubringen. Dazu arbeiten wir die Unterschiede zwischen traditionellen und Klimarisikoversicherungen heraus und diskutieren die Bedeutung unterschiedlicher Akteur_innen und ihre Verantwortungsbereiche. Abschließend zeigen wir zentrale Herausforderungen einer Verantwortungsteilung für den Umgang mit Extremwetterereignissen auf.