Resilienz auf Makro-, Meso- und Mikro-Ebene stärken: Planetary Health und One Health als integrative Bezugsrahmen
摘要
Angesichts multipler Krisen besteht die gegenwärtige Herausforderung insbesondere darin, mithilfe nachhaltiger, wirksamer Zugänge Resilienz auf Mikro-, Meso- und Makroebene zu stärken und, damit verbunden, Gesundheit in einem systemischen, planetaren und integrativen Verständnis zu schützen und zu fördern. Menschen durch die bewusste Mit-Gestaltung sämtlicher Systemebenen in ihrer Resilienz zu stärken bedeutet u. a. auch (Lebens-)Umwelten entsprechend zu adaptieren, Handlungsinteressen zu kontextualisieren und, neben konstruktiv-kritischer Bezugnahme auf vorhandene Bezugsrahmen wie Planetary Health und One Health, Potenziale für Klimaresilienz, Betätigungsgesundheit und -gerechtigkeit zum Wohle Aller auszuschöpfen. Planetary Health und One Health sind nicht nur Bezugsrahmen für Politik und Steuerung, sondern bieten zudem Orientierung für sämtliche Systemplayer, inklusive Gesundheitsberufsangehörige. Dabei geht es nicht nur um die Gesundheit der Menschen, sondern um die aller Lebewesen auf diesem Planeten, sowie um die entsprechenden Wechselwirkungen und Interdependenzen. Das Einbeziehen der Urheberschaft und lebensbejahenden, lebensförderlichen Kreativität von Menschen als Individuen und Kollektiv, auf allen Systemebenen, ist in diesem Veränderungsprozess unverzichtbar. In diesem gesundheits- und handlungswissenschaftlichen Beitrag gehen wir im Sinne des SDGs 13 „Climate Action“ exemplarisch auf Aspekte psychischer Gesundheit in Interaktion mit klimabedingten Veränderungen am Beispiel Hitze aus ergotherapeutisch-handlungswissenschaftlicher Sicht ein. Betätigungsgesundheit und Betätigungsgerechtigkeit sind zur Mobilisierung der Klimakompetenzen von Gesundheitsberufen hin zu Climate Action and Response im interprofessionellen und interdisziplinären Kontext wesentliche Motoren.