Fußabdruck und Handabdruck: Soziale Praktiken für individuellen und kollektiven Klimaschutz als Beitrag zum SGD13
摘要
Die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (engl.: Sustainable Development Goals, SDGs) sind politische Ziele, die 2016 von den Vereinten Nationen verabschiedet wurden und die zu einer globalen nachhaltigen Entwicklung auf der ökonomischen, sozialen und ökologischen Ebene beitragen sollen. Dieser Artikel bezieht sich auf das SDG 13 „Maßnahmen zum Klimaschutz“ (engl.: Climate Action), insbesondere auf das Unterziel 13.3, das u. a. zur Abschwächung des Klimawandels sowohl die Aufklärung und Sensibilisierung voranbringen, als auch personelle und institutionelle Kapazitäten stärken möchte. Obwohl die Sozialwissenschaften in den letzten Jahrzehnten wertvolle Beiträge zur Erreichung der Ziele geleistet haben, sind praxeologische Ansätze selten gewählt worden. Ziel dieses Artikels ist es daher, auf Basis einer narrativ-integrativen Literaturstudie, Arbeitsdefinitionen für die sozialen Praktiken zu entwickeln und einzuführen, die sich auf folgende Konzepte beziehen: (1.) CO2-Fußabdruck (Reduzierung von Treibhausgasemissionen durch individuelle Verhaltensänderungen); (2.) Handabdruck: (Reduzierung gesellschaftlicher Treibhausgasemissionen mittels struktureller Veränderungen durch kollektives und transformatives Engagement). Darüber hinaus sollen Wechselwirkungen zwischen dieser beiden Praktiken aufgezeigt werden. Die vorgestellten Arbeitsdefinitionen können einen Beitrag zur Erreichung des SDG 13.3 leisten, indem sie als praxisnahes Instrument zur Analyse und Stärkung dieser sozialen Praktiken genutzt werden können. Abschließend wird die Anwendung der Arbeitsdefinitionen in der Hochschulbildung für nachhaltige Entwicklung, in der transformativen und transdisziplinären Nachhaltigkeitsforschung, sowie in der Reallaborforschung diskutiert.