Seit seiner Entstehung vor rund 200.000–300.000 Jahren versuchte der Mensch (Homo sapiens), seine Lebenswelt weniger gefährlich zu machen. Die Etablierung von Land- und Viehwirtschaft erhöhte die Populationsdichten von Menschen und Nutztieren. Heute leben über 8 Mrd. Menschen auf der Welt. Diese Megapopulation mit ihrem immensen räumlichen und materiellen Bedarf führt zu Problemen mit Klimawandel, Land- und Wassermangel, Eutrophierung und Verschmutzung. Wird ein kritischer Punkt überschritten, besteht die Gefahr einer Malthusianischer Katastrophe. In der Dynamik von menschlichen Populationen spielen Technologie, Bildung und soziale Faktoren eine wichtige Rolle. In reichen Industrienationen kann ihr Zusammenspiel zu einem Stillstand des Bevölkerungswachstums führen (demografisches Übergangsmodell). Der ökologische Fußabdrucks wird definiert als Land- und Wasserfläche, die notwendig ist, um den Menschen mit den nötigen Ressourcen zu versorgen. Nach klassischer Zeitenfolge leben wir im Holozän, das vor rund 12.000 Jahren begann. Durch menschliche Aktivitäten erhöhen sich Treibhausgase, der Anteil der landwirtschaftlich genutzten Flächen, Überdüngung, Übersäuerung der Ozeane und Ausrottung vieler Arten. Aufgrund der enormen anthropogenen Veränderungen der neueren Zeit schlugen Crutzen und Stoermer den Begriff Anthropozän vor. Plastikprodukte in der Umwelt haben eine gute Chance, als Technofossilien zu überleben. Seit Beginn der Agrikultur und der damit wachsenden Bevölkerung sieht man eine klare Tendenz zu größeren und zahlreicheren Siedlungen. Im Gegensatz zur klassischen Ökologie ist Stadtökologie weitgehend als angewandte Wissenschaft entstanden. Unter „Klimawandel“ versteht man den Anstieg der Durchschnittstemperatur der erdnahen Atmosphäre und der Meere seit Beginn der modernen Industrialisierung. Die kausale Verknüpfung zwischen Treibhausgasen (CO2, CH4, N2O) und Atmosphärentemperatur steht heute außer Frage. Rund die Hälfte der Sonnenstrahlung wird absorbiert und in langwellige Strahlung umgewandelt, welche durch Treibhausgase absorbiert wird und dadurch die Atmosphäre erwärmt. Viele Biologen sind davon überzeugt, dass wir uns inmitten des sechsten Massenaussterbens befinden. Hauptverantwortlich dafür sind der Mensch und seine Aktivitäten. Zu den wichtigsten Faktoren gehören Itensivere Nutzen von Land und Ozeanen durch Mensch, direkte Entnahmen von Arten (Fischerei, Jagd), Klimawandel, Verschmutzung der Lebensräume und invasive Arten. Problematisch sind auch chemische Kontrolle von Schädlingen und die Verwendung gentechnisch veränderter Organismen.

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Wie wir unsere Umwelt beeinflussen

  • Felix Bärlocher

摘要

Seit seiner Entstehung vor rund 200.000–300.000 Jahren versuchte der Mensch (Homo sapiens), seine Lebenswelt weniger gefährlich zu machen. Die Etablierung von Land- und Viehwirtschaft erhöhte die Populationsdichten von Menschen und Nutztieren. Heute leben über 8 Mrd. Menschen auf der Welt. Diese Megapopulation mit ihrem immensen räumlichen und materiellen Bedarf führt zu Problemen mit Klimawandel, Land- und Wassermangel, Eutrophierung und Verschmutzung. Wird ein kritischer Punkt überschritten, besteht die Gefahr einer Malthusianischer Katastrophe. In der Dynamik von menschlichen Populationen spielen Technologie, Bildung und soziale Faktoren eine wichtige Rolle. In reichen Industrienationen kann ihr Zusammenspiel zu einem Stillstand des Bevölkerungswachstums führen (demografisches Übergangsmodell). Der ökologische Fußabdrucks wird definiert als Land- und Wasserfläche, die notwendig ist, um den Menschen mit den nötigen Ressourcen zu versorgen. Nach klassischer Zeitenfolge leben wir im Holozän, das vor rund 12.000 Jahren begann. Durch menschliche Aktivitäten erhöhen sich Treibhausgase, der Anteil der landwirtschaftlich genutzten Flächen, Überdüngung, Übersäuerung der Ozeane und Ausrottung vieler Arten. Aufgrund der enormen anthropogenen Veränderungen der neueren Zeit schlugen Crutzen und Stoermer den Begriff Anthropozän vor. Plastikprodukte in der Umwelt haben eine gute Chance, als Technofossilien zu überleben. Seit Beginn der Agrikultur und der damit wachsenden Bevölkerung sieht man eine klare Tendenz zu größeren und zahlreicheren Siedlungen. Im Gegensatz zur klassischen Ökologie ist Stadtökologie weitgehend als angewandte Wissenschaft entstanden. Unter „Klimawandel“ versteht man den Anstieg der Durchschnittstemperatur der erdnahen Atmosphäre und der Meere seit Beginn der modernen Industrialisierung. Die kausale Verknüpfung zwischen Treibhausgasen (CO2, CH4, N2O) und Atmosphärentemperatur steht heute außer Frage. Rund die Hälfte der Sonnenstrahlung wird absorbiert und in langwellige Strahlung umgewandelt, welche durch Treibhausgase absorbiert wird und dadurch die Atmosphäre erwärmt. Viele Biologen sind davon überzeugt, dass wir uns inmitten des sechsten Massenaussterbens befinden. Hauptverantwortlich dafür sind der Mensch und seine Aktivitäten. Zu den wichtigsten Faktoren gehören Itensivere Nutzen von Land und Ozeanen durch Mensch, direkte Entnahmen von Arten (Fischerei, Jagd), Klimawandel, Verschmutzung der Lebensräume und invasive Arten. Problematisch sind auch chemische Kontrolle von Schädlingen und die Verwendung gentechnisch veränderter Organismen.