Einführung: Mensch und Natur – eine konfliktreiche Wechselbeziehung
摘要
Ökologie, abgeleitet von oikos (Haus, Haushalt) und logos (Lehre), ist eine wissenschaftliche Teildisziplin der Biologie. Aus der Vielfalt der relevanten Methoden, Arten und Standorte folgt, dass erfolgreiche Forschung häufig multidisziplinär sein muss. Wegen der Bedeutung natürlicher Prozesse für die menschliche Existenz sind ökologische Erkenntnisse auch für die Sozialwissenschaften (Ökonomie, Soziologie, Psychologie) relevant. In der Alltagssprache wird „ökologisch“häufig als Synonym für „naturschonend“ oder „nachhaltig“ verwendet. Dahinter steckt die Einsicht, dass viele Dienstleistungen der Natur wie Produktivität der Böden und Gewässer, Bestäubung der Pflanzen, Reinigung von Luft und Wasser, aber auch kulturelle und ästhetische Bereicherung für den Menschen überlebenswichtig sind oder zumindest unsere Lebensqualität entscheidend beeinflussen. Zusätzlich wird angenommen, dass die Natur, oder Ökologie, als Vorbild für ethisches oder moralisches Verhalten dienen kann: Was natürlich (ökologisch) ist, ist gut. In der Natur gibt es jedoch keine übergeordneten Mechanismen, die die Stabilität, Effizienz oder Nachhaltigkeit eines Ökosystems gewährleisten. Ökologische Gesetzmäßigkeiten, die wir beobachten oder postulieren, werden am besten als ungeplante Konsequenzen von Interaktionen zwischen Individuen interpretiert, bei denen Eigennutz die treibende Kraft ist. Dabei kommt es oft zu Situationen, bei denen es sich für zwei oder mehrere Partner lohnt, zusammenzuarbeiten. Symbiosen und andere Formen von Kooperation sind deshalb in der Natur weit verbreitet. Schon indigene Völker haben die Zusammensetzung und das Funktionieren von Ökosystemen klar beeinflusst. Die Entwicklung von Landwirtschaft und Viehzucht vor etwa 12.000 bis 9.000 v.Chr. führte zu einem signifikanten Landschafts- und Umweltwandel.