Im störungsspezifischen Spiel arbeiten wir mit Spielanregungen (Spielprompts), die störungsübergreifend in ähnlicher Weise angewandt werden. Die Symptomatik wird meist explizit mit den Patient:innen benannt und das Spiel adressiert die direkte Veränderung der Symptomatik. Insofern ist das Spiel symptomspezifisch. Die hier vorgeschlagenen Spielanregungen können aber störungsübergreifend bei unterschiedlichen Symptombildern eingesetzt werden. Die Spielanregungen sind als „Türöffner“ zu verstehen, aus denen sich spontane individuelle Spielverläufe vor dem Hintergrund der regulativen Prozesse des Kindes entwickeln. Die Spielanregungen (prompts) sind nach unserem Verständnis keine therapeutischen Interventionen, sondern regen zu Spielen an, die dann mit therapeutischen Interventionen begleitet werden. So gesehen sind die Spielanregungen die Bühne, auf der das Kind sein Spiel inszeniert und in das Therapeut:innen als Kommentator:innen oder Mitspieler:innen einsteigen können. Durch die Spielaufforderungen sollen neue Wahrnehmungs-, Verhaltens- und Erlebensmuster angebahnt und ermöglicht werden. Die prompts ermöglichen Spielverläufe, in denen, neben den Basis- und themenspezifischen Strategien auch störungsspezifische Interventionen wie Exposition, Verstärkung usw. eingesetzt werden können. Die Therapeut:innen reagieren auf das Spielverhalten, das sich aus der Spielaufforderung entwickelt, mit ihrem therapeutischen Handwerkszeug nach den zuvor beschriebenen Prinzipien von Verstehen, Verändern und Konsolidieren (► Kap.  5 ).

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Das störungsspezifische Spiel

  • Emily Carroll,
  • Gerhard Zarbock

摘要

Im störungsspezifischen Spiel arbeiten wir mit Spielanregungen (Spielprompts), die störungsübergreifend in ähnlicher Weise angewandt werden. Die Symptomatik wird meist explizit mit den Patient:innen benannt und das Spiel adressiert die direkte Veränderung der Symptomatik. Insofern ist das Spiel symptomspezifisch. Die hier vorgeschlagenen Spielanregungen können aber störungsübergreifend bei unterschiedlichen Symptombildern eingesetzt werden. Die Spielanregungen sind als „Türöffner“ zu verstehen, aus denen sich spontane individuelle Spielverläufe vor dem Hintergrund der regulativen Prozesse des Kindes entwickeln. Die Spielanregungen (prompts) sind nach unserem Verständnis keine therapeutischen Interventionen, sondern regen zu Spielen an, die dann mit therapeutischen Interventionen begleitet werden. So gesehen sind die Spielanregungen die Bühne, auf der das Kind sein Spiel inszeniert und in das Therapeut:innen als Kommentator:innen oder Mitspieler:innen einsteigen können. Durch die Spielaufforderungen sollen neue Wahrnehmungs-, Verhaltens- und Erlebensmuster angebahnt und ermöglicht werden. Die prompts ermöglichen Spielverläufe, in denen, neben den Basis- und themenspezifischen Strategien auch störungsspezifische Interventionen wie Exposition, Verstärkung usw. eingesetzt werden können. Die Therapeut:innen reagieren auf das Spielverhalten, das sich aus der Spielaufforderung entwickelt, mit ihrem therapeutischen Handwerkszeug nach den zuvor beschriebenen Prinzipien von Verstehen, Verändern und Konsolidieren (► Kap.  5 ).