Zur ersten diagnostischen Einschätzung werden in der Probatorik vier Standard-Spielsituationen hergestellt. Neben dem Regelspiel, das dem Beziehungsaufbau und der Beobachtung von Selbstregulationskompetenzen dient, gibt es vorstrukturierte Spielanregungen und eine Aufforderung zum freien Spiel. Je nach Spielfreude und Spielverlauf entscheiden die Therapeut:innen, ob mehrere dieser Standard-Situationen innerhalb einer Stunde angeboten werden oder ob es eine Aufteilung auf mehrere Stunden braucht. Meistens bietet es sich an, mit dem Regelspiel zu beginnen, da dies noch relativ wenig Vertrauen und Selbstöffnung des Kindes erfordert und den Kontaktaufbau über ein gemeinsames Drittes (das Spiel) ermöglicht. Diese Reihenfolge ist jedoch nicht notwendigerweise einzuhalten. Wenn Kinder schon im ersten Kontakt das Spielzeug explorieren und Spielfreude vermitteln, kann auch ein freies Spiel an erster Stelle stehen. Durch feinfühliges Beantworten von Spielinitiative und Spielhemmungen (Basis-Strategie 2) wählen Therapeut:innen die passende Standard-Spielsituation für das jeweilige Kind.

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Diagnostische Standard-Spielsituationen

  • Emily Carroll,
  • Gerhard Zarbock

摘要

Zur ersten diagnostischen Einschätzung werden in der Probatorik vier Standard-Spielsituationen hergestellt. Neben dem Regelspiel, das dem Beziehungsaufbau und der Beobachtung von Selbstregulationskompetenzen dient, gibt es vorstrukturierte Spielanregungen und eine Aufforderung zum freien Spiel. Je nach Spielfreude und Spielverlauf entscheiden die Therapeut:innen, ob mehrere dieser Standard-Situationen innerhalb einer Stunde angeboten werden oder ob es eine Aufteilung auf mehrere Stunden braucht. Meistens bietet es sich an, mit dem Regelspiel zu beginnen, da dies noch relativ wenig Vertrauen und Selbstöffnung des Kindes erfordert und den Kontaktaufbau über ein gemeinsames Drittes (das Spiel) ermöglicht. Diese Reihenfolge ist jedoch nicht notwendigerweise einzuhalten. Wenn Kinder schon im ersten Kontakt das Spielzeug explorieren und Spielfreude vermitteln, kann auch ein freies Spiel an erster Stelle stehen. Durch feinfühliges Beantworten von Spielinitiative und Spielhemmungen (Basis-Strategie 2) wählen Therapeut:innen die passende Standard-Spielsituation für das jeweilige Kind.