Der Austausch mit anderen Kindertherapeut:innen zeigt, dass spielen in der Kindertherapie als therapeutisches Instrument universell eingesetzt wird. Gleichzeitig ist das spielerische Vorgehen oftmals nicht konzeptionell geleitet. Regelspiele werden eingesetzt zum Aufbau der Frustrationstoleranz, zum Beziehungsaufbau oder zur Belohnung; Rollenspiele zum Aufbau von Kompetenzen. Seltener finden sich freie Fantasie- und Rollenspiele und wenn diese angewendet werden, fehlt es an einer überzeugenden Vision, wie diese im therapeutischen Prozess genutzt werden. Aus unserer Sicht sind die A-priori-Überlegung und Einbettung des therapeutischen Spiels in den Behandlungsplan notwendig, um das Spiel im therapeutischen Setting vom Alltagsspiel zu unterscheiden. Das vorgestellte spieltherapeutische Konzept kann also einerseits als unabhängiges Behandlungskonzept verstanden werden, das (in Abhängigkeit von Alter und Störungsbild) über den gesamten Therapieprozess (in der Einzeltherapie oder ausgelagert in einer spieltherapeutischen Gruppe in Begleitung zur Einzeltherapie) zur Anwendung kommt. Zum anderen kann das Konzept auch dazu dienen, Spielsequenzen, die innerhalb gewöhnlicher biografisch-systemischer Kindertherapie stattfinden, auf ein theoretisches Fundament zu stellen und somit dazu beizutragen, die therapeutischen Handlungen wirksamer und zielgerichteter zu machen.

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Das therapeutische Modell

  • Emily Carroll,
  • Gerhard Zarbock

摘要

Der Austausch mit anderen Kindertherapeut:innen zeigt, dass spielen in der Kindertherapie als therapeutisches Instrument universell eingesetzt wird. Gleichzeitig ist das spielerische Vorgehen oftmals nicht konzeptionell geleitet. Regelspiele werden eingesetzt zum Aufbau der Frustrationstoleranz, zum Beziehungsaufbau oder zur Belohnung; Rollenspiele zum Aufbau von Kompetenzen. Seltener finden sich freie Fantasie- und Rollenspiele und wenn diese angewendet werden, fehlt es an einer überzeugenden Vision, wie diese im therapeutischen Prozess genutzt werden. Aus unserer Sicht sind die A-priori-Überlegung und Einbettung des therapeutischen Spiels in den Behandlungsplan notwendig, um das Spiel im therapeutischen Setting vom Alltagsspiel zu unterscheiden. Das vorgestellte spieltherapeutische Konzept kann also einerseits als unabhängiges Behandlungskonzept verstanden werden, das (in Abhängigkeit von Alter und Störungsbild) über den gesamten Therapieprozess (in der Einzeltherapie oder ausgelagert in einer spieltherapeutischen Gruppe in Begleitung zur Einzeltherapie) zur Anwendung kommt. Zum anderen kann das Konzept auch dazu dienen, Spielsequenzen, die innerhalb gewöhnlicher biografisch-systemischer Kindertherapie stattfinden, auf ein theoretisches Fundament zu stellen und somit dazu beizutragen, die therapeutischen Handlungen wirksamer und zielgerichteter zu machen.