Der vorliegende Artikel befasst sich mit der Rezeption von Roland Barthes’ Werken in den USA. Dort ist der Autor zu Ende der 1950er-Jahre, als er seine erste Reise Übersee antritt, selbst in universitären Kreisen kaum bekannt. Dies ändert sich mit der Teilnahme am Symposion The Languages of Criticism and the Sciences of Man im Jahr 1966. Barthes etabliert sich als führender Strukturalist, und der Tagungsband wird zu einem Referenzwerk für die sogenannte French Theory (Lotringer und Cohen 2001). Es findet ein Paradigmenwechsel in den amerikanischen Geisteswissenschaften statt, im Zuge dessen Barthes’ Texte ab den 1970er-Jahren regelmäßig übersetzt und stark rezipiert werden. Nach Barthes’ Tod 1980 setzt sich die intensive Auseinandersetzung mit seinen Schriften in Form von Readern, kritischen Bibliographien und Handbüchern fort, unter welchen diejenigen von Susan Sontag und Jonathan Culler näher besprochen werden.

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Barthes in Nordamerika

  • Simona Oberto

摘要

Der vorliegende Artikel befasst sich mit der Rezeption von Roland Barthes’ Werken in den USA. Dort ist der Autor zu Ende der 1950er-Jahre, als er seine erste Reise Übersee antritt, selbst in universitären Kreisen kaum bekannt. Dies ändert sich mit der Teilnahme am Symposion The Languages of Criticism and the Sciences of Man im Jahr 1966. Barthes etabliert sich als führender Strukturalist, und der Tagungsband wird zu einem Referenzwerk für die sogenannte French Theory (Lotringer und Cohen 2001). Es findet ein Paradigmenwechsel in den amerikanischen Geisteswissenschaften statt, im Zuge dessen Barthes’ Texte ab den 1970er-Jahren regelmäßig übersetzt und stark rezipiert werden. Nach Barthes’ Tod 1980 setzt sich die intensive Auseinandersetzung mit seinen Schriften in Form von Readern, kritischen Bibliographien und Handbüchern fort, unter welchen diejenigen von Susan Sontag und Jonathan Culler näher besprochen werden.