Idiorrhythmie
摘要
Das Konzept der steht im Zentrum von Barthes’ erster Vorlesung am Collège de France 1976/1977, die sich mit der titelgebenden Frage Wie zusammen leben auseinandersetzt. ‚Idiorrhythmie‘ bedeutet wörtlich ‚eigener Rhythmus‘ (griech. idios; ‚eigen‘) und soll in Barthes’ Vorlesung die utopische Grundvorstellung eines in Gemeinschaft geführten, aber dennoch individuell gestalteten Lebens bezeichnen: „Jedes Subjekt folgt seinem eigenen Rhythmus“. Der Begriff bündelt dabei vielfältige Aspekte u. a. aus Psychoanalyse, Semiologie, Diskurs- und Machttheorie, Rhythmusforschung und Raumtheorie, um Subjektivität als Nähe- bzw. Distanzverhältnis im Raum sowie als individuelle Form von Temporalität beschreiben zu können.