Text und Film bei Barthes
摘要
Wenn auch wenige Texte Barthes direkt dem Kino gewidmet sind, so beschäftigte sich Barthes kontinuierlich mit ihm. Dabei verbindet die verschiedenen thematischen Zugänge zum Film, die er zwischen 1943 und seinem Tode in Texte fasst, ein gemeinsames Feld. Es kann in der Frage formuliert werden, wie der Film, der im Wesentlichen nicht semiologisch fassbar ist, doch als Sinn erfahren werden kann. Es ist die Bemühung der Erfassung der Differenzen zwischen Bild und Sprache, zwischen Ideologie und Kritik, zwischen Schema und Zerstreuung, zwischen Zeit und ihrer Zerstäubung oder zwischen Mitte und Rand, welche sich durch die Arbeiten zum Kino zieht. Dabei geht es Barthes nicht um eine kritische Unterscheidung, es sind diese Differenzen selbst, in der er so etwas wie eine Wollust des Kinos auffindet: eine Liebesdistanz und ein Genießen der Diskretion.