Text und Malerei bei Barthes
摘要
Anhand der Malerei gelingt es Barthes, die Literaturauffassung seiner postmodernen Zeit zu überdenken, denn er erkennt darin die Bedeutungen des Genusses, des Begehrens und die Präsenz des Subjekts. Die Bildenden Künste fasst Barthes zunächst weit. In den letzten Jahren seines Schaffens behält Barthes die Bezüge zur Vielfalt der Genres zwar bei: Photographie, Comic, dekorative Künste, doch erhält die Malerei mit wichtigen Studien zu Masson, Réquichot, Arcimboldo, Gentileschi, Twombly, Pop-Art, Steinberg eine Schlüsselstellung im Hinblick auf sein Literaturverständnis. Barthes reflektiert die Malerei insbesondere in Der entgegenkommende und der stumpfe Sinn, und zwar in Hinblick auf: die Rückkehr des Autors nach dessen literaturtheoretischem ‚Tod‘ von 1968 und die Annäherung der Schrift an die Malerei, Materialität und Verfremdung im Zusammenspiel von Bildern und Zeichen, die interkulturelle Interartialität in Malerei und Schrift und die neue, aus der Malerei abgeleitete écriture illisible.