Das Erscheinen des Paradoxen. Zur Phänomenologie der Offenbarung bei Kierkegaard
摘要
Kierkegaards Offenbarungsverständnis ist durch eine Polyphonie gekennzeichnet. Obwohl die Offenbarung immer wieder ein zentrales Thema in seinem Œuvre darstellt, gibt es kaum eine systematische Skizze des Begriffs. Ich rekonstruiere Kierkegaards Verständnis der Offenbarung, in dem ich mich auf einen Querschnitt seiner Schriften beziehe. Dabei bringe ich sein Verständnis mit gegenwärtigen Offenbarungsmodellen ins Gespräch und entwickele von aktuellen Bezügen aus mögliche Impulse des Dänen für die Religionsphilosophie. Offenbarung, so wird sich zeigen, ist ein Phänomen des Paradoxes, im dem zum Escheinen kommt, was nicht erscheinen kann. Sie hängt dezidiert mit dem Gott-Menschen zusammen und kann nicht, wie gegenwärtig oft geschieht, mit dem Glaubensvollzug identifiziert werden, weil die Offenbarung nie reine Subjektivität, sondern auch objektiver Gehalt zu sein scheint.