Hier geht es um die Ursprünge der Teilchentheorie des Lichts. Alles dreht sich um Isaac Newtons induktive Methodik in seinen Arbeiten zu Licht und seinen Eigenschaften. Die Vorgeschichte der Lichtbeugung wird kurz geschildert. Rømers erste Messung der Lichtgeschwindigkeit wird in einer Abschweifung erklärt. Eine weitere behandelt die Entwicklung der Infinitesimalrechnung und den Streit um die Urheberschaft zwischen Newton und Leibniz. Auch Newtons Erfindung des Spiegelteleskops ist eine Abschweifung wert, weil sie ihm Zutritt zur Royal Society verschaffte. Dort veröffentlichte er 1672 seine New Theory about Light and Colours, die eingehend analysiert wird, insbesondere seinen Experimenten der Zerlegung von Sonnenlicht in Spektralfarben und deren Wiedervereinigung zu weißem Licht. Das Papier enthält den Ursprung der Teilchentheorie des Lichts. Newtons Abneigung gegen hypothesengestützte Argumentation wird mit Zitaten aus seinen Principia belegt. Die Auseinandersetzung mit Hooke zeigt Newtons eigene Ambivalenz gegenüber einer Teilchennatur des Lichts. Natürlich wird Newtons Opticks von 1704 im Detail besprochen, in der die gleiche Ambivalenz aufscheint. Besonders eingegangen wird auch auf einige der berühmten Queries aus dem dritten Buch. Etwa auf seine Experimente zur Beugung an einem Haar, seine Spekulationen über eine Anziehung des Lichts durch Materie, und seine Auseinandersetzung mit der Mediumtheorie des Lichts. Eine letzte Abschweifung beschäftigt sich mit Newtons Theorie der Bewegung und der Gravitation, niedergelegt in den Prinzipia. Der Rest des Kapitels führt Beispiele an für die Rezeption von Newtons Theorie und Experimenten zu Licht, etwa bei Voltaire und Goethe.

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Lichtteilchen

  • Martin Pohl

摘要

Hier geht es um die Ursprünge der Teilchentheorie des Lichts. Alles dreht sich um Isaac Newtons induktive Methodik in seinen Arbeiten zu Licht und seinen Eigenschaften. Die Vorgeschichte der Lichtbeugung wird kurz geschildert. Rømers erste Messung der Lichtgeschwindigkeit wird in einer Abschweifung erklärt. Eine weitere behandelt die Entwicklung der Infinitesimalrechnung und den Streit um die Urheberschaft zwischen Newton und Leibniz. Auch Newtons Erfindung des Spiegelteleskops ist eine Abschweifung wert, weil sie ihm Zutritt zur Royal Society verschaffte. Dort veröffentlichte er 1672 seine New Theory about Light and Colours, die eingehend analysiert wird, insbesondere seinen Experimenten der Zerlegung von Sonnenlicht in Spektralfarben und deren Wiedervereinigung zu weißem Licht. Das Papier enthält den Ursprung der Teilchentheorie des Lichts. Newtons Abneigung gegen hypothesengestützte Argumentation wird mit Zitaten aus seinen Principia belegt. Die Auseinandersetzung mit Hooke zeigt Newtons eigene Ambivalenz gegenüber einer Teilchennatur des Lichts. Natürlich wird Newtons Opticks von 1704 im Detail besprochen, in der die gleiche Ambivalenz aufscheint. Besonders eingegangen wird auch auf einige der berühmten Queries aus dem dritten Buch. Etwa auf seine Experimente zur Beugung an einem Haar, seine Spekulationen über eine Anziehung des Lichts durch Materie, und seine Auseinandersetzung mit der Mediumtheorie des Lichts. Eine letzte Abschweifung beschäftigt sich mit Newtons Theorie der Bewegung und der Gravitation, niedergelegt in den Prinzipia. Der Rest des Kapitels führt Beispiele an für die Rezeption von Newtons Theorie und Experimenten zu Licht, etwa bei Voltaire und Goethe.