„denn ich lerne, mir mit meinen Büchern in meiner Cammer, gantz allein die Zeit zu vertreiben“. Die „Livres Francois“ Charlottes von Hessen-Kassel Kurfürstin von der Pfalz (1627–1686)
摘要
Der Beitrag stellt die Bibliothek Charlottes Kurfürstin von der Pfalz (1627–1686) anhand des Katalogs vor, der 1669 und 1679 entstand und die „Livres Francois“ in einer eigenen Abteilung erfasst. Der Folioband führt zu den Gebrauchs- und Funktionszusammenhängen, in denen die Bücher stehen: Als Karl Ludwig von der Pfalz (1617–1680), ihr Gemahl, Charlotte 1657 verstößt, um seine morganatische Ehefrau im Heidelberger Schloss zu installieren, werden Bücher zur einzigen Zuflucht der Kurfürstin; im sich anschließenden Kasseler Exil stellen die französischen Bücher die Verbindung mit Paris und Versailles sicher und damit die Aufrechterhaltung der eigenen fürstlichen Rolle.