Wolfenbütteler Fürstinnen und ihr französischer Buchbesitz (1550‒1650)
摘要
Der Beitrag widmet sich dem französischen Buchbesitz einer weitgehend unerforschten Gruppe lutherischer Fürstinnen, die vor dem 1635 erfolgten Regierungsantritt des „Bücherfürsten“ Herzog August d. Jüngeren (1579‒1666) in Wolfenbüttel geboren wurden bzw. nach Wolfenbüttel heirateten. Anhand von Archivalien, Inventaren und in verschiedenen Sammlungen heute noch vorhandenen Buchobjekten werden Spuren ihres Fremdsprachenerwerbs und ihrer Rezeption französischsprachiger Texte aufgedeckt. Es lässt sich zeigen, dass sich weibliche Büchersammlungen aus dem 16. und frühen 17. Jahrhundert aus Schichtungen von geschenkten, geerbten und gezielt erworbenen Werken zusammensetzten. Zugleich verdeutlichen die vorliegenden Fallbeispiele, wie stark die Sammlungen dennoch auch von den persönlichen Vorlieben ihrer Besitzerinnen geprägt waren.