Eine laufend fortschreitende Digitalisierung mit immer mehr und günstigeren Werkzeugen erzeugt mittlerweile auch einen kontinuierlichen Strom an Innovation in den Bereichen Gesundheit, Rehabilitation, Prävention und Leistungssport. Diese Entwicklungen ermöglichen die Evolution bestehender Paradigmen und in bestimmten Teilgebieten die Schaffung neuer Ansätze in den Sport und Gesundheitswissenschaften. Aufgrund der Dynamik und Spezifizität der Varianten und Spielformen ist natürlich die umfassende und vollständige wissenschaftliche Taxonomie noch im Fluss, jedoch ist eine pragmatische Kategorisierung nach fachlicher Komplexität, technischer Architektur und dem Grad der Digitalisierung möglich. Viele dieser neuen Systeme sind sehr spezielle Hardware-/Softwareapplikationen, die mittels integrierter Sensoren und/oder Bedienelemente interagieren und zahlreiche einfache Interaktions- und Feedbackoptionen bieten. Die daraus gewonnenen experimentellen Erfahrungen sind in Forschung und Entwicklung von stabilem Wert. Trotz der schon weitreichenden Potenziale bestehender kommerzieller Sensoren erfordert die spezifische Natur so mancher sportwissenschaftlicher Anwendung die Entwicklung spezialisierter Gerte, Systeme und Plattformen. Selten erbt z. B. eine Sportart von der anderen. Eine nützliche Integration neuer Technologien in eine Sportart erfordert nicht nur eine solide technische Basis, sondern auch jeweils fundierte sportwissenschaftliche Konzepte. Dabei sind u. a. Benutzerfreundlichkeit und Akzeptanz offensichtliche zentrale Faktoren. Evolvierbarkeit und Aufwärtskompatibilität ebenso. Das vorliegende Kapitel untersucht diese Fragestellungen systematisch und macht anhand von konkreten Beispielen den Stand der Technik sowie die Forschung und Entwicklung im Bereich der Digitalisierung des Sports und deren Innovationseffekte sichtbar. Ziel ist es, ein Verständnis für die realistische Machbarkeit und Umsetzungskomplexität von digitalen Systemen im Sport zu vermitteln sowie die real erzielbaren Effekte im Breiten- und Spitzensport analog abzugrenzen. Zu diesem Zweck werden Beispiele für sehr spezifische Sport- und Gesundheitsanwendungen aufgezeigt, der Versuch einer groben Taxonomie getätigt und ein organischer Ausbau eines spezifischen Produktes zu einer großen Plattform dargestellt.

错误:搜索内容不能为空,请输入英文关键词
错误:关键词超出字数限制,请精简
高级检索

Digitaler Plattform- und Systembau: Über Spezifika, Evolution und IT-Architekturen in Sport und Rehabilitation

  • Dominik Hoelbling,
  • René Baranyi,
  • Thomas Grechenig

摘要

Eine laufend fortschreitende Digitalisierung mit immer mehr und günstigeren Werkzeugen erzeugt mittlerweile auch einen kontinuierlichen Strom an Innovation in den Bereichen Gesundheit, Rehabilitation, Prävention und Leistungssport. Diese Entwicklungen ermöglichen die Evolution bestehender Paradigmen und in bestimmten Teilgebieten die Schaffung neuer Ansätze in den Sport und Gesundheitswissenschaften. Aufgrund der Dynamik und Spezifizität der Varianten und Spielformen ist natürlich die umfassende und vollständige wissenschaftliche Taxonomie noch im Fluss, jedoch ist eine pragmatische Kategorisierung nach fachlicher Komplexität, technischer Architektur und dem Grad der Digitalisierung möglich. Viele dieser neuen Systeme sind sehr spezielle Hardware-/Softwareapplikationen, die mittels integrierter Sensoren und/oder Bedienelemente interagieren und zahlreiche einfache Interaktions- und Feedbackoptionen bieten. Die daraus gewonnenen experimentellen Erfahrungen sind in Forschung und Entwicklung von stabilem Wert. Trotz der schon weitreichenden Potenziale bestehender kommerzieller Sensoren erfordert die spezifische Natur so mancher sportwissenschaftlicher Anwendung die Entwicklung spezialisierter Gerte, Systeme und Plattformen. Selten erbt z. B. eine Sportart von der anderen. Eine nützliche Integration neuer Technologien in eine Sportart erfordert nicht nur eine solide technische Basis, sondern auch jeweils fundierte sportwissenschaftliche Konzepte. Dabei sind u. a. Benutzerfreundlichkeit und Akzeptanz offensichtliche zentrale Faktoren. Evolvierbarkeit und Aufwärtskompatibilität ebenso. Das vorliegende Kapitel untersucht diese Fragestellungen systematisch und macht anhand von konkreten Beispielen den Stand der Technik sowie die Forschung und Entwicklung im Bereich der Digitalisierung des Sports und deren Innovationseffekte sichtbar. Ziel ist es, ein Verständnis für die realistische Machbarkeit und Umsetzungskomplexität von digitalen Systemen im Sport zu vermitteln sowie die real erzielbaren Effekte im Breiten- und Spitzensport analog abzugrenzen. Zu diesem Zweck werden Beispiele für sehr spezifische Sport- und Gesundheitsanwendungen aufgezeigt, der Versuch einer groben Taxonomie getätigt und ein organischer Ausbau eines spezifischen Produktes zu einer großen Plattform dargestellt.