Nicht nur dem berühmten Physiker Arnold Sommerfeld (1964) hatten es die Interferenzfarben angetan. Auch der Schriftsteller Thomas Mann thematisiert sie. Gleich zu Beginn seines Doktor Faustus lässt sich einer seiner Protagonisten überschwänglich über die „Herrlichkeiten und Exzentrizitäten“ aus, die manche „in allen Farben der Palette, nächtigen und strahlenden, sich dahinschaukelnden“ Insekten aufweisen. Die Tiere fristen „ihr ephemeres Leben“ in „phantastisch übertriebener Schönheit“. Besonders beeindruckte ihn, dass „die herrlichste Farbe, die sie zur Schau tragen … gar keine echte und wirkliche Farbe“ ist. Stattdessen werde sie „durch feine Rillen und andere Oberflächengestaltungen der Schüppchen auf ihren Flügeln hervorgerufen“ (Mann 1967).

错误:搜索内容不能为空,请输入英文关键词
错误:关键词超出字数限制,请精简
高级检索

Dünne Schichten und satte Farben

  • Hans Joachim Schlichting

摘要

Nicht nur dem berühmten Physiker Arnold Sommerfeld (1964) hatten es die Interferenzfarben angetan. Auch der Schriftsteller Thomas Mann thematisiert sie. Gleich zu Beginn seines Doktor Faustus lässt sich einer seiner Protagonisten überschwänglich über die „Herrlichkeiten und Exzentrizitäten“ aus, die manche „in allen Farben der Palette, nächtigen und strahlenden, sich dahinschaukelnden“ Insekten aufweisen. Die Tiere fristen „ihr ephemeres Leben“ in „phantastisch übertriebener Schönheit“. Besonders beeindruckte ihn, dass „die herrlichste Farbe, die sie zur Schau tragen … gar keine echte und wirkliche Farbe“ ist. Stattdessen werde sie „durch feine Rillen und andere Oberflächengestaltungen der Schüppchen auf ihren Flügeln hervorgerufen“ (Mann 1967).