Organismen können sich auf zwei grundsätzlich verschiedene Weisen reproduzieren: asexuell oder sexuell. Asexuelle Vermehrung führt in der Regel zur Reproduktion von genetisch identischen Organismen, während in der sexuellen Vermehrung genetische Variationen einer Art durch die Mischung zweier Genome entstehen. In Tieren und in Pflanzen können wir hinsichtlich der Sexualorgane in den Individuen verschiedene Typen feststellen. Neben dem bei Tieren weit verbreiteten Gonochorismus (Getrenntgeschlechtlichkeit) bzw. der Diözie (Zweihäusigkeit) bei Pflanzen und dem Hermaphroditismus (Zwittrigkeit) bei Tieren bzw. der Monözie (Einhäusigkeit) bei Pflanzen existieren weniger verbreitete Arten der Geschlechtsverteilung. Im Pflanzenreich gibt es eine große Anzahl von Übergangsformen der Monözie und Diözie, die als Polygamie (Vielehigkeit; auch Subdiozie genannt) zusammengefasst werden können. In polygamen Pflanzen treten neben einem Geschlecht auch zwittrige oder Blüten des anderen Geschlechts auf. Als Beispiele: Gynodiözie beschreibt Spezies, die Individuen mit rein weiblichen und Individuen mit hermaphroditen Geschlechtern besitzen (z. B. Plantago lanceolata, Spitzwegerich). Entsprechend existieren in der Androdiözie männliche und hermaphrodite Individuen in einer Population (z. B. Veratrum album, weißer Germer).

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Genetik der Geschlechtsbestimmung

  • Elisabeth Knust,
  • Hans-Arno Müller,
  • Wilfried Janning

摘要

Organismen können sich auf zwei grundsätzlich verschiedene Weisen reproduzieren: asexuell oder sexuell. Asexuelle Vermehrung führt in der Regel zur Reproduktion von genetisch identischen Organismen, während in der sexuellen Vermehrung genetische Variationen einer Art durch die Mischung zweier Genome entstehen. In Tieren und in Pflanzen können wir hinsichtlich der Sexualorgane in den Individuen verschiedene Typen feststellen. Neben dem bei Tieren weit verbreiteten Gonochorismus (Getrenntgeschlechtlichkeit) bzw. der Diözie (Zweihäusigkeit) bei Pflanzen und dem Hermaphroditismus (Zwittrigkeit) bei Tieren bzw. der Monözie (Einhäusigkeit) bei Pflanzen existieren weniger verbreitete Arten der Geschlechtsverteilung. Im Pflanzenreich gibt es eine große Anzahl von Übergangsformen der Monözie und Diözie, die als Polygamie (Vielehigkeit; auch Subdiozie genannt) zusammengefasst werden können. In polygamen Pflanzen treten neben einem Geschlecht auch zwittrige oder Blüten des anderen Geschlechts auf. Als Beispiele: Gynodiözie beschreibt Spezies, die Individuen mit rein weiblichen und Individuen mit hermaphroditen Geschlechtern besitzen (z. B. Plantago lanceolata, Spitzwegerich). Entsprechend existieren in der Androdiözie männliche und hermaphrodite Individuen in einer Population (z. B. Veratrum album, weißer Germer).