In den vorangegangenen Kapiteln wurde dargestellt, wie DNA in RNA umgeschrieben wird, und, im Falle der mRNA, in Proteine translatiert wird. Allgemein ausgedrückt: die Aktivität von Genen, im weitesten Sinne also Genaktivität oder Genexpression, ist nötig, um den Genotyp einer Zelle​/eines Organismus in einem Phänotyp zum Ausdruck zu bringen. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, enthalten alle Zellen eines vielzelligen Organismus dieselbe genetische Information, d. h. dieselben Gene sind in allen Zellen vorhanden. Trotzdem besteht jeder Organismus aus einer Vielzahl unterschiedlicher Zelltypen, die sich in ihrer Größe, Form und Funktion erheblich unterscheiden können, wie etwa Nervenzellen, Muskelzellen oder Leberzellen, um nur einige Beispiele zu nennen. Diese Vielfalt an Zelltypen (Zelldiversität) ist dadurch zu erklären, dass nicht jede Zelle alle der im Genom enthaltenen Gene ausprägt (exprimiert), sondern nur einen Teil davon. So werden in einer Muskelzelle die für die Kontraktion nötigen Proteine, wie z. B. Muskelmyosin, synthetisiert. In einer Leberzelle werden Enzyme gebildet, die für die Entgiftung des Organismus erforderlich sind, nicht aber Muskelmyosin. Neben diesen Zelltyp‐spezifisch exprimierten Genen gibt es natürlich auch solche, die in allen Zellen exprimiert werden, die sogenannten Haushaltsgene.

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Regulation der Genaktivität bei Eukaryonten

  • Elisabeth Knust,
  • Hans-Arno Müller,
  • Wilfried Janning

摘要

In den vorangegangenen Kapiteln wurde dargestellt, wie DNA in RNA umgeschrieben wird, und, im Falle der mRNA, in Proteine translatiert wird. Allgemein ausgedrückt: die Aktivität von Genen, im weitesten Sinne also Genaktivität oder Genexpression, ist nötig, um den Genotyp einer Zelle​/eines Organismus in einem Phänotyp zum Ausdruck zu bringen. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, enthalten alle Zellen eines vielzelligen Organismus dieselbe genetische Information, d. h. dieselben Gene sind in allen Zellen vorhanden. Trotzdem besteht jeder Organismus aus einer Vielzahl unterschiedlicher Zelltypen, die sich in ihrer Größe, Form und Funktion erheblich unterscheiden können, wie etwa Nervenzellen, Muskelzellen oder Leberzellen, um nur einige Beispiele zu nennen. Diese Vielfalt an Zelltypen (Zelldiversität) ist dadurch zu erklären, dass nicht jede Zelle alle der im Genom enthaltenen Gene ausprägt (exprimiert), sondern nur einen Teil davon. So werden in einer Muskelzelle die für die Kontraktion nötigen Proteine, wie z. B. Muskelmyosin, synthetisiert. In einer Leberzelle werden Enzyme gebildet, die für die Entgiftung des Organismus erforderlich sind, nicht aber Muskelmyosin. Neben diesen Zelltyp‐spezifisch exprimierten Genen gibt es natürlich auch solche, die in allen Zellen exprimiert werden, die sogenannten Haushaltsgene.