Vom ersten Uli-Roman ist kein Manuskript überliefert. Aufgrund der erhaltenen Zeugnisse kann man die Entstehungsgeschichte des Werks nur grob nachverfolgen: Am 11.8.1840 schreibt Albert Bitzius seinem Freund Johann Jakob Reithard, er habe die Idee, „Lektur für Knechte und Mägde zu schaffen aus ihrem Lebenskreise“ (SW EB 5, 72). Am 9.11.1840 sitzt er an der Niederschrift und teilt Reithard den Titel des „Ding[s]“ mit, das für die anvisierte „Dienstboten“-Leser*innen aber schon „viel zu lang“ geworden sei (ebd., 94). Dem Verleger Christian Beyel schickt Bitzius am 12.12.1840 das fertige Manuskript (ebd., 105). Die gedruckte Ausgabe erhält er jedoch erst am 13.11.1841; in einem Brief an den Basler Theologen Karl Rudolf Hagenbach beklagt er sich, dass „Uli ein volles Jahr in den Händen Beyels“ geblieben sei, „so daß er mir jetzt vollkommen neu ist“ (ebd., 163 f.). Johann Caspar Mörikofer, der in Beyels Verlag mitarbeitete (Muschg 1978, XIX), behauptet in seinem Eintrag zu Gotthelf in der Allgemeinen Deutschen Biographie, er habe den Uli für den Druck stark bearbeitet; angeblich hatte er „Vollmacht und Auftrag, im Manuscript nach Belieben zu streichen“, und „lichtete frisch in der überwuchernden Fülle“ (Mörikofer 1875, 686).

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„Wie Uli, der Knecht, glücklich wird“

  • Roland Reichen

摘要

Vom ersten Uli-Roman ist kein Manuskript überliefert. Aufgrund der erhaltenen Zeugnisse kann man die Entstehungsgeschichte des Werks nur grob nachverfolgen: Am 11.8.1840 schreibt Albert Bitzius seinem Freund Johann Jakob Reithard, er habe die Idee, „Lektur für Knechte und Mägde zu schaffen aus ihrem Lebenskreise“ (SW EB 5, 72). Am 9.11.1840 sitzt er an der Niederschrift und teilt Reithard den Titel des „Ding[s]“ mit, das für die anvisierte „Dienstboten“-Leser*innen aber schon „viel zu lang“ geworden sei (ebd., 94). Dem Verleger Christian Beyel schickt Bitzius am 12.12.1840 das fertige Manuskript (ebd., 105). Die gedruckte Ausgabe erhält er jedoch erst am 13.11.1841; in einem Brief an den Basler Theologen Karl Rudolf Hagenbach beklagt er sich, dass „Uli ein volles Jahr in den Händen Beyels“ geblieben sei, „so daß er mir jetzt vollkommen neu ist“ (ebd., 163 f.). Johann Caspar Mörikofer, der in Beyels Verlag mitarbeitete (Muschg 1978, XIX), behauptet in seinem Eintrag zu Gotthelf in der Allgemeinen Deutschen Biographie, er habe den Uli für den Druck stark bearbeitet; angeblich hatte er „Vollmacht und Auftrag, im Manuscript nach Belieben zu streichen“, und „lichtete frisch in der überwuchernden Fülle“ (Mörikofer 1875, 686).