Am 3.8.1841 trat Gotthelf mit der Bitte an Johann Caspar Mörikofer heran, ihm vier Sagen, die noch überarbeitet werden müssten, zur Begutachtung senden zu dürfen, zumal er noch ein „Neuling“ sei in der „Sagenwelt“ (SW EB 5, 143). Darunter befand sich neben „Die Rothenthaler“, „Die Drei“ und „Die schwarze Spinne“ auch die Sage „Bertram und Sintram“ (ebd.). Es handelt sich bei Letzterer mit großer Wahrscheinlichkeit um die überlieferte Erzählung Die Brüder, Gotthelfs erste Bearbeitung des Sagenstoffes um die Brüder Sintram und Bertram. Denn auf Mörikofers Zusage hin schickte Gotthelf diesem drei Wochen später genannte Sagen und sprach von einem Sagenzyklus, dessen erste Abteilung auch „Die Brüder“ enthalte (ebd., 151). Gotthelf hat mit der Niederschrift des Manuskripts, welches die Überschrift Die Brüder trägt und zu Lebzeiten ungedruckt blieb, frühestens Ende 1840 begonnen. Am 18.11.1840 schrieb er an Mörikofer, er habe die Sagen noch kaum berührt (ebd., 98), und mehreren Briefen aus dem Jahr 1841 ist zu entnehmen, dass er die Sagenerzählungen vor allem als „Zwischenarbeiten“ zwischen Uli der Knecht, den er im Dezember 1840 beendet hatte, und einer weiteren Hauptarbeit, der er sich nach Ostern 1842 wieder zuwenden wolle, betrachtete (ebd., 103 f., 192). Da Gotthelf im Winter 1841/1842 vor allem mit dem Sylvester-Traum beschäftigt war und sonst kaum zum Arbeiten kam (ebd., 205 f., 212 f.), dürften Die Brüder bis Ende 1841 abgeschlossen gewesen sein.

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„Die Gründung Burgdorfs, oder: die beiden Brüder Sintram und Bertram“

  • Manuela Heiniger

摘要

Am 3.8.1841 trat Gotthelf mit der Bitte an Johann Caspar Mörikofer heran, ihm vier Sagen, die noch überarbeitet werden müssten, zur Begutachtung senden zu dürfen, zumal er noch ein „Neuling“ sei in der „Sagenwelt“ (SW EB 5, 143). Darunter befand sich neben „Die Rothenthaler“, „Die Drei“ und „Die schwarze Spinne“ auch die Sage „Bertram und Sintram“ (ebd.). Es handelt sich bei Letzterer mit großer Wahrscheinlichkeit um die überlieferte Erzählung Die Brüder, Gotthelfs erste Bearbeitung des Sagenstoffes um die Brüder Sintram und Bertram. Denn auf Mörikofers Zusage hin schickte Gotthelf diesem drei Wochen später genannte Sagen und sprach von einem Sagenzyklus, dessen erste Abteilung auch „Die Brüder“ enthalte (ebd., 151). Gotthelf hat mit der Niederschrift des Manuskripts, welches die Überschrift Die Brüder trägt und zu Lebzeiten ungedruckt blieb, frühestens Ende 1840 begonnen. Am 18.11.1840 schrieb er an Mörikofer, er habe die Sagen noch kaum berührt (ebd., 98), und mehreren Briefen aus dem Jahr 1841 ist zu entnehmen, dass er die Sagenerzählungen vor allem als „Zwischenarbeiten“ zwischen Uli der Knecht, den er im Dezember 1840 beendet hatte, und einer weiteren Hauptarbeit, der er sich nach Ostern 1842 wieder zuwenden wolle, betrachtete (ebd., 103 f., 192). Da Gotthelf im Winter 1841/1842 vor allem mit dem Sylvester-Traum beschäftigt war und sonst kaum zum Arbeiten kam (ebd., 205 f., 212 f.), dürften Die Brüder bis Ende 1841 abgeschlossen gewesen sein.