Wahrscheinlich zwischen Herbst 1848 und April 1849 sind sowohl ein erster handschriftlicher Entwurf wie auch die ausgefertigte Druckvorlage entstanden. Gotthelf arbeitete im Sommer für das Pfarrkapitel Burgdorf an einem Referat über die Visitationsberichte der Kirchgemeinden im Kapitel. In dem erst kürzlich aufgefundenen Bericht vom 14.6.1848 heißt es: „Das Pfarramt Kirchberg klagt schwer über das Eierdüpfen auf der Brücke zu Kirchberg am Ostertage und den fürchterlichen Nachtlärm beim spaten Entleeren der Wirthshäüser und wünscht, da Abstellung dieses urzeitlichen Düpfens kaum erhältlich wäre, wenigstens frühes Schließen der Wirthshäüser“ (Bericht, Burgerarchiv Burgdorf Org Ev 15; HKG E.2.1, 446). Dies könnte Anregung für die Eingangspassage des Romans gewesen sein.

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„Michels Brautschau“

  • Christian von Zimmermann

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Wahrscheinlich zwischen Herbst 1848 und April 1849 sind sowohl ein erster handschriftlicher Entwurf wie auch die ausgefertigte Druckvorlage entstanden. Gotthelf arbeitete im Sommer für das Pfarrkapitel Burgdorf an einem Referat über die Visitationsberichte der Kirchgemeinden im Kapitel. In dem erst kürzlich aufgefundenen Bericht vom 14.6.1848 heißt es: „Das Pfarramt Kirchberg klagt schwer über das Eierdüpfen auf der Brücke zu Kirchberg am Ostertage und den fürchterlichen Nachtlärm beim spaten Entleeren der Wirthshäüser und wünscht, da Abstellung dieses urzeitlichen Düpfens kaum erhältlich wäre, wenigstens frühes Schließen der Wirthshäüser“ (Bericht, Burgerarchiv Burgdorf Org Ev 15; HKG E.2.1, 446). Dies könnte Anregung für die Eingangspassage des Romans gewesen sein.