Am 7.4.1840 schreibt Gotthelf an Johann Jakob Reithard (1805–1857), dass er für das Schweizer Jahrbuch Alpina (1841) um einen Beitrag gebeten worden sei: „[I]ch setzte mich hin, schreibe flugs einen Sylvestertraum, der mir noch jetzt verdammt wohl gefällt“ (Hunziker 1903, 91). Weil er von den Herausgebern der Alpina keine Antwort erhält, entschließt sich Gotthelf nach der Rücksendung des Beitrags, „daraus eine recht hübsche anständige Sylvestergabe [zu] machen“ (ebd.). Im Frühjahr 1841 beginnt er mit der Arbeit an der Buchausgabe und bittet Emanuel Eduard Fueter (1801–1855) am 10.4.1841 um eine kritische Beurteilung (Fueter 1886, 61). Gleichzeitig schickt Gotthelf sein Manuskript an den Verleger Christian Beyel (1808–1858), der jedoch im Oktober eingestehen muss, es verloren zu haben (Vetter 1910, 3 f.). Gotthelf arbeitet daraufhin den Sylvester-Traum ein zweites Mal aus (Gotthelf und Fueter 1886, 62), so dass die Neujahrsgabe noch im Dezember 1841 mit einer Auflage von 1250 Exemplaren erscheinen kann (SW 16, 487).

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„Ein Sylvester-Traum“

  • Nikolas Immer

摘要

Am 7.4.1840 schreibt Gotthelf an Johann Jakob Reithard (1805–1857), dass er für das Schweizer Jahrbuch Alpina (1841) um einen Beitrag gebeten worden sei: „[I]ch setzte mich hin, schreibe flugs einen Sylvestertraum, der mir noch jetzt verdammt wohl gefällt“ (Hunziker 1903, 91). Weil er von den Herausgebern der Alpina keine Antwort erhält, entschließt sich Gotthelf nach der Rücksendung des Beitrags, „daraus eine recht hübsche anständige Sylvestergabe [zu] machen“ (ebd.). Im Frühjahr 1841 beginnt er mit der Arbeit an der Buchausgabe und bittet Emanuel Eduard Fueter (1801–1855) am 10.4.1841 um eine kritische Beurteilung (Fueter 1886, 61). Gleichzeitig schickt Gotthelf sein Manuskript an den Verleger Christian Beyel (1808–1858), der jedoch im Oktober eingestehen muss, es verloren zu haben (Vetter 1910, 3 f.). Gotthelf arbeitet daraufhin den Sylvester-Traum ein zweites Mal aus (Gotthelf und Fueter 1886, 62), so dass die Neujahrsgabe noch im Dezember 1841 mit einer Auflage von 1250 Exemplaren erscheinen kann (SW 16, 487).