Obwohl das literarische Werk von Jeremias Gotthelf bereits früh Eingang in den Kanon gefunden hat und bis in die Gegenwart kontrovers gedeutet wird, sind rezeptionsgeschichtliche Fragen bislang nicht umfassend erarbeitet worden (vgl. aber Sengle 1957; Paulin 1970; Fehr 1985; Donien 2008; Reber 2014). Dies gilt insbesondere für die literarhistorische Verortung des Gesamtwerkes, aber auch zur zeitgenössischen Aufnahme in literarischen, theologischen oder volkspädagogischen Rezensionen sind nur wenige Arbeiten vorgelegt worden. Freilich erweisen sich in der zeitnahen Rezeption die exemplarisch von Jürgen Donien herausgearbeiteten Positionen vielfach als verallgemeinerbar: „Auf der einen Seite steht das Bild vom ‚trefflichen Volksschriftsteller‘, auf der anderen die Ablehnung Gotthelfs wegen seiner politischen und weltanschaulichen Ansichten sowie seiner drastischen Darstellungsweise“ (Donien 2008, 119; s. Kap.  89 ). Im Folgenden soll als Hinweis für künftige rezeptionsgeschichtliche Studien versucht werden, einen geordneten Überblick zu übergreifenden Würdigungen des Gesamtwerkes zu geben. (Für die Rezeptionsgeschichte einzelner Werke siehe die entsprechenden Einzeldarstellungen.)

错误:搜索内容不能为空,请输入英文关键词
错误:关键词超出字数限制,请精简
高级检索

Rezeption

  • Christian von Zimmermann

摘要

Obwohl das literarische Werk von Jeremias Gotthelf bereits früh Eingang in den Kanon gefunden hat und bis in die Gegenwart kontrovers gedeutet wird, sind rezeptionsgeschichtliche Fragen bislang nicht umfassend erarbeitet worden (vgl. aber Sengle 1957; Paulin 1970; Fehr 1985; Donien 2008; Reber 2014). Dies gilt insbesondere für die literarhistorische Verortung des Gesamtwerkes, aber auch zur zeitgenössischen Aufnahme in literarischen, theologischen oder volkspädagogischen Rezensionen sind nur wenige Arbeiten vorgelegt worden. Freilich erweisen sich in der zeitnahen Rezeption die exemplarisch von Jürgen Donien herausgearbeiteten Positionen vielfach als verallgemeinerbar: „Auf der einen Seite steht das Bild vom ‚trefflichen Volksschriftsteller‘, auf der anderen die Ablehnung Gotthelfs wegen seiner politischen und weltanschaulichen Ansichten sowie seiner drastischen Darstellungsweise“ (Donien 2008, 119; s. Kap.  89 ). Im Folgenden soll als Hinweis für künftige rezeptionsgeschichtliche Studien versucht werden, einen geordneten Überblick zu übergreifenden Würdigungen des Gesamtwerkes zu geben. (Für die Rezeptionsgeschichte einzelner Werke siehe die entsprechenden Einzeldarstellungen.)