Albert Bitzius hatte Theologie studiert und war bereits über fünfzehn Jahre im Predigtamt tätig, bevor er als Jeremias Gotthelf schriftstellerisch in Erscheinung trat. Sein christliches Anliegen und der pfarramtliche Habitus sind in seinen Schriften deutlich erkennbar. Kurt Guggisberg äußerte in seiner 1939 erschienenen Monografie Jeremias Gotthelf. Christentum und Leben, dem für Jahrzehnte wegweisenden Beitrag über Gotthelfs christliche Anschauungen, eine Einschätzung, die bis heute nicht an Aktualität verloren hat: „Man kann Gotthelf von verschiedenen Gesichtspunkten aus betrachten und würdigen, seinem Wesen am gemäßesten ist aber der religiöse Maßstab. […] Wer sich nicht in Gotthelfs Religion vertieft und diese in den Mittelpunkt seiner Würdigung stellt, übersieht eine ganze Dimension seines Denkens und Lebens“ (Guggisberg 1939, 57). In den Texten liegen also Bedeutungsdimensionen, die, wie Albrecht Schöne bereits vor fünfzig Jahren feststellte, „Vorkenntnisse religiösen Sprachgutes fordern“, die aber wiederum beim „modernen Lesepublikum“ kaum mehr vorausgesetzt werden können (Schöne 1968, 36).

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Theologie

  • Kathrin Schmid

摘要

Albert Bitzius hatte Theologie studiert und war bereits über fünfzehn Jahre im Predigtamt tätig, bevor er als Jeremias Gotthelf schriftstellerisch in Erscheinung trat. Sein christliches Anliegen und der pfarramtliche Habitus sind in seinen Schriften deutlich erkennbar. Kurt Guggisberg äußerte in seiner 1939 erschienenen Monografie Jeremias Gotthelf. Christentum und Leben, dem für Jahrzehnte wegweisenden Beitrag über Gotthelfs christliche Anschauungen, eine Einschätzung, die bis heute nicht an Aktualität verloren hat: „Man kann Gotthelf von verschiedenen Gesichtspunkten aus betrachten und würdigen, seinem Wesen am gemäßesten ist aber der religiöse Maßstab. […] Wer sich nicht in Gotthelfs Religion vertieft und diese in den Mittelpunkt seiner Würdigung stellt, übersieht eine ganze Dimension seines Denkens und Lebens“ (Guggisberg 1939, 57). In den Texten liegen also Bedeutungsdimensionen, die, wie Albrecht Schöne bereits vor fünfzig Jahren feststellte, „Vorkenntnisse religiösen Sprachgutes fordern“, die aber wiederum beim „modernen Lesepublikum“ kaum mehr vorausgesetzt werden können (Schöne 1968, 36).