Wagner lebte seit 1849 im Asyl, vor allem in Zürich, stets begleitet von argen Existenznöten. Er hatte mit der Komposition vom „Ring des Nibelungen“ begonnen und bereits „Rheingold“ und „Walküre“, zur Hälfte auch schon „Siegfried“ vollendet, hatte „Tristan und Isolde“ komponiert und die Arbeit an den „Meistersingern“ begonnen. 1862 wurde ihm dann auch vollständige Amnestie gewährt, so dass er wieder frei in Deutschland tätig werden konnte. Aber an einem fehlte es ständig. Es fehlte an Geld, um in Ruhe leben und arbeiten zu können, um seine stets hochfliegenden Pläne realisieren zu können. Die Erträge aus den Aufführungstantiemen seiner Werke reichten bei weitem nicht aus, um seinen doch recht expansiven Lebensstil zu finanzieren. Immer wieder sah er sich gezwungen, auf Reisen zu gehen und mit Konzerten Geld zu verdienen.

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Konzertreise nach Petersburg und Moskau 1863 – Der „russische Feldzug“

  • Eckart Kröplin

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Wagner lebte seit 1849 im Asyl, vor allem in Zürich, stets begleitet von argen Existenznöten. Er hatte mit der Komposition vom „Ring des Nibelungen“ begonnen und bereits „Rheingold“ und „Walküre“, zur Hälfte auch schon „Siegfried“ vollendet, hatte „Tristan und Isolde“ komponiert und die Arbeit an den „Meistersingern“ begonnen. 1862 wurde ihm dann auch vollständige Amnestie gewährt, so dass er wieder frei in Deutschland tätig werden konnte. Aber an einem fehlte es ständig. Es fehlte an Geld, um in Ruhe leben und arbeiten zu können, um seine stets hochfliegenden Pläne realisieren zu können. Die Erträge aus den Aufführungstantiemen seiner Werke reichten bei weitem nicht aus, um seinen doch recht expansiven Lebensstil zu finanzieren. Immer wieder sah er sich gezwungen, auf Reisen zu gehen und mit Konzerten Geld zu verdienen.