Ein neuer Anfang – Wagner jenseits der Sowjetunion
摘要
Über die Lossew-Studie hinaus mag sich nun auch ein Blick auftun auf die Wagnerrezeption im Russland nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion. Es gab jetzt keine ideologischen Scheuklappen, keine einengende Doktrin mehr. Wagner konnte wieder ungehindert Einzug auf den russischen Opernbühnen halten. Ein wichtiges Zentrum war dabei das Petersburger Mariinski Theater (Stadt und Theater hatten 1991 bzw. 1992 ihren ursprünglichen Namen zurückerhalten). Hier wirkte seit 1988 Valeri Gergijew als Künstlerischer Leiter und Chefdirigent, ab 1996 auch als Intendant. Zunächst im Zuge von „Glasnost“ und „Perestroika“ öffnete er das Haus und sein Repertoire allmählich Richtung Westen. Zugleich absolvierte er eine erstaunliche Karriere als international gefragter Konzert- und Operndirigent.