Atemwegsmanagement und Beatmung gehören zu den wichtigsten notfallmedizinischen Maßnahmen und sind elementare Bestandteile der kardiopulmonalen Reanimation. Atemwegsmanagement beinhaltet das Freimachen und Freihalten der Atemwege, ggf. mit der Möglichkeit zur Beatmung. Das Freimachen kann ohne Hilfsmittel durch digitales Ausräumen des Mundes erfolgen, erfolgt im professionellen Rettungsdienst aber meist mit Hilfsmitteln wie Absaugpumpe oder Magill-Zange. In Erstickungssituationen aufgrund tiefer in die Atemwege eingedrungener Fremdkörper sind Schläge auf den Rücken, in schweren Fällen auch Thorax- oder Oberbauchkompressionen (Heimlich-Manöver) erforderlich. Das Freihalten erfolgt am sichersten durch die endotracheale Intubation. Alternativen zum Endotrachealtubus (ETT) mit geringerem Schutz vor Aspiration und Dislokation sind die sog. supraglottischen Atemwege (SGA) Larynxtubus und Larynxmaske. Einfachere Mittel wie oro- oder nasopharyngeale Tuben können ebenfalls ausreichend sein. Auch ohne Hilfsmittel lassen sich die Atemwege meist durch Seitenlagerung, Reklination des Kopfes und Anheben des Unterkiefers oder den sog. Esmarch-Handgriff offen und frei halten. Ist ein Atemwegsmanagement mit den bisher beschrieben Methoden nicht möglich, muss rechtzeitig der Entschluss zur Koniotomie gefasst werden. Beatmet wird entweder über eine Beatmungsmaske, einen ETT oder einen SGA. Die Beatmung kann mit einem manuellen Beatmungsbeutel oder einem transportablen Beatmungsgerät erfolgen, in den meisten Notfallsituationen vorzugsweise mit erhöhter FiO2 (0,5–1,0). Hauptziele der Beatmung sind das Sicherstellen einer ausreichenden arteriellen O2-Konzentration (Oxygenierung) und einer ausreichenden Abatmung von Kohlendioxid (Ventilation) zur Vermeidung von Hypoxie, Hyperkapnie und respiratorischer Azidose.

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Atemwegssicherung, Intubation und Beatmung

  • Thomas Ziegenfuß

摘要

Atemwegsmanagement und Beatmung gehören zu den wichtigsten notfallmedizinischen Maßnahmen und sind elementare Bestandteile der kardiopulmonalen Reanimation. Atemwegsmanagement beinhaltet das Freimachen und Freihalten der Atemwege, ggf. mit der Möglichkeit zur Beatmung. Das Freimachen kann ohne Hilfsmittel durch digitales Ausräumen des Mundes erfolgen, erfolgt im professionellen Rettungsdienst aber meist mit Hilfsmitteln wie Absaugpumpe oder Magill-Zange. In Erstickungssituationen aufgrund tiefer in die Atemwege eingedrungener Fremdkörper sind Schläge auf den Rücken, in schweren Fällen auch Thorax- oder Oberbauchkompressionen (Heimlich-Manöver) erforderlich. Das Freihalten erfolgt am sichersten durch die endotracheale Intubation. Alternativen zum Endotrachealtubus (ETT) mit geringerem Schutz vor Aspiration und Dislokation sind die sog. supraglottischen Atemwege (SGA) Larynxtubus und Larynxmaske. Einfachere Mittel wie oro- oder nasopharyngeale Tuben können ebenfalls ausreichend sein. Auch ohne Hilfsmittel lassen sich die Atemwege meist durch Seitenlagerung, Reklination des Kopfes und Anheben des Unterkiefers oder den sog. Esmarch-Handgriff offen und frei halten. Ist ein Atemwegsmanagement mit den bisher beschrieben Methoden nicht möglich, muss rechtzeitig der Entschluss zur Koniotomie gefasst werden. Beatmet wird entweder über eine Beatmungsmaske, einen ETT oder einen SGA. Die Beatmung kann mit einem manuellen Beatmungsbeutel oder einem transportablen Beatmungsgerät erfolgen, in den meisten Notfallsituationen vorzugsweise mit erhöhter FiO2 (0,5–1,0). Hauptziele der Beatmung sind das Sicherstellen einer ausreichenden arteriellen O2-Konzentration (Oxygenierung) und einer ausreichenden Abatmung von Kohlendioxid (Ventilation) zur Vermeidung von Hypoxie, Hyperkapnie und respiratorischer Azidose.