Am 6. September 1951 kehrte Albert Bassermann aus dem US-amerikanischen Exil zurück nach Berlin, um ein letztes Mal auf einer deutschen Bühne zu stehen. Erneut trat er in Schillers Wilhelm Tell auf, dessen Titelfigur er 1919 in Jessners Inszenierung am Berliner Staatstheater gespielt und sich somit in die Theatergeschichte der Weimarer Republik eingeschrieben hatte. Schon im Mai 1896 hatte er an einer Tell-Inszenierung mitgewirkt, damals in der Rolle des Geßler am Berliner Theater in einer Inszenierung von Alois Prasch. Mit 84 Jahren schlüpfte er nun 1951 in die Rolle des alten Attinghausen. Die Regie oblag Boleslaw Barlog, dem neuen Intendanten des staatlich subventionierten und neu gebauten Schiller-Theaters, das am 5. September durch Bundespräsident Theodor Heuss feierlich wiedereröffnet wurde. Caspar Neher gestaltete Bühne und Kostüme, die Projektionen führte Hainer Hill aus.

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Zwischenspiel: Albert Bassermann tritt nochmals im Wilhelm Tell auf: Berlin 1951

  • Sascha Förster

摘要

Am 6. September 1951 kehrte Albert Bassermann aus dem US-amerikanischen Exil zurück nach Berlin, um ein letztes Mal auf einer deutschen Bühne zu stehen. Erneut trat er in Schillers Wilhelm Tell auf, dessen Titelfigur er 1919 in Jessners Inszenierung am Berliner Staatstheater gespielt und sich somit in die Theatergeschichte der Weimarer Republik eingeschrieben hatte. Schon im Mai 1896 hatte er an einer Tell-Inszenierung mitgewirkt, damals in der Rolle des Geßler am Berliner Theater in einer Inszenierung von Alois Prasch. Mit 84 Jahren schlüpfte er nun 1951 in die Rolle des alten Attinghausen. Die Regie oblag Boleslaw Barlog, dem neuen Intendanten des staatlich subventionierten und neu gebauten Schiller-Theaters, das am 5. September durch Bundespräsident Theodor Heuss feierlich wiedereröffnet wurde. Caspar Neher gestaltete Bühne und Kostüme, die Projektionen führte Hainer Hill aus.