Beton als timely matter
摘要
In der Pause von 13 ergreife ich die Gelegenheit, etwas frische Luft zu schnappen und die Eindrücke der Aufführung zu sortieren. Wie dieser riesige schwarze Kubus eben mit einer Leichtigkeit im Bühnenboden verschwand, begeistert mich noch immer. Was für ein starkes Bild so kurz vor der Pause. Zielstrebig bewege ich mich in Richtung der Fensterbänder im Foyer-Bereich, die bereits aus der Ferne einen Blick auf das nächtliche London versprechen. Um einen noch besseren Ausblick zu haben, begebe ich mich zum obersten Foyer des NT. Während ich die Treppen nach oben schreite, lasse ich meine rechte Hand am Beton entlangfahren. Ich spüre die Struktur des Betons: diese feinen Spitzen, die meine Fingerkuppen sanft abtasten und dabei den irregulären Pfaden der verschiedenen Erhebungen folgen. Im obersten Foyer angekommen, betrete ich die schmale Terrasse. Zunächst fesseln die Reflexionen der abendlichen Lichter an der Oberfläche der Themse und ihr unruhiges Spiel auf den Wellen meine Aufmerksamkeit. Entlang der Themse streift mein Blick nach rechts, wo ich in der Ferne die Kuppel von St Paul’s erspähe. Sanft beleuchtet thront sie in leichter Distanz am Horizont und nimmt mich in ihren Bann. Obwohl ich nicht weiß wieso, fühle ich mir ihr trotz der Ferne seltsam nah.