Zeitschicht III: Das Occupy-London-Camp vor St Paul’s
摘要
In der dritten Szene des ersten Akts von 13 brachten Bartlett und Sharrock Proteste auf die Szene, die später Teil der „In Our Name“-Bewegung werden würden. In seiner oben zitierten Regieanweisung schlägt Bartlett Protestschilder gegen die radikale Erhebung der Studiengebühren vor, die die Koalitionsregierung von Konservativen und Liberaldemokrat*innen um Premierminister David Cameron im Herbst 2010 beschlossen hatte. Tom Scutt ergänzte den Vorschlag um weitere Schilder mit Forderungen wie „Stop Education Cuts“, die auf die Kürzungen bei der staatlichen Förderung der Universitäten anspielten, die letztlich der Grund für die Erhöhung der Studiengebühren waren. Die Konservativen traten zur Unterhauswahl 2010 mit einem konsequenten Austeritätsprogramm an, das die Konsequenzen der durch die Bankenkrise von 2007/2008 und durch die Eurokrise von 2009 ausgelösten Weltwirtschaftskrise einhegen sollte. Für England und Wales sahen Cameron und sein Schatzkanzler George Osborne unter anderem die angesprochenen Kürzungen in der Subventionierung des Bildungssystems vor. So sollten Kosten in der grundständigen Lehre eingespart werden, wobei die Universitäten die entstehenden Differenzen im Haushalt selbst auffangen sollten, indem sie bis zu 9000 Pfund Studiengebühren pro Jahr erheben durften. Dieser zentrale Eingriff in die Grundfinanzierung der Universitäten könnte, so die Befürchtungen der Protestierenden, zu einer Teilprivatisierung akademischer Institutionen führen, weil diese letztlich ihr Lehrprogramm über die Einnahmen aus den Studiengebühren gegenfinanzieren müssten.