Mountainbiken und E-Mountainbiken sind im Vergleich zum Bergwandern relativ junge Bergsportarten. Erst durch technische Errungenschaften konnte dieser Sport für die Allgemeinheit verfügbar gemacht werden. Die Übertragung der Kraft auf die Pedale erfordert für Bergauffahrten beim nicht elektronisch assistierten Radfahren gute muskuläre und kardiovaskuläre Voraussetzungen. Die Belastung kann beim ursprünglichen Mountainbiken durch technische Unterstützung zwar ein wenig reduziert werden, die Beanspruchung bleibt aber üblicherweise im intensiven Bereich (je nach Gelände). Mountainbiken erfordert ein intensives Zusammenspiel von Kraft und Gleichgewicht, kombiniert mit koordinativen und kognitiven Herausforderungen, die zur Anpassung an Gelände- und Umweltvoraussetzungen nötig sind. Dadurch werden Trainingseffekte auf sehr unterschiedlichen Ebenen erzeugt; neben den muskulären und stoffwechselbezogenen Anpassungen gibt es positive psychische und soziale Effekte, die einerseits durch den Kontakt mit der Natur, andererseits aber durch die Bewältigung einer fordernden Aufgabenstellung erfolgen können. Risikopotenzial entsteht durch Sturz bzw. das Abrutschen von den Pedalen sowie insbesondere durch eine nicht angepasste Geschwindigkeitswahl beim Bergabfahren. Kleinere Verletzungen wie Schürfwunden und Prellungen kommen häufig vor, sind aber in der Regel von geringer Bedeutung. Frakturen betreffen meist den Rumpf und die oberen Extremitäten; auch Schulterverletzungen sind häufig. Inadäquate Schutzausrüstung zusammen mit zu hoher, den eigenen Fähigkeiten nicht angepasster Abfahrtsgeschwindigkeit kann zu tödlichen Verletzungen führen.Bei einer an die Umweltvoraussetzungen angepassten Ausübung entsprechend der eigenen körperlichen Verfassung und des eigenen Könnens überwiegt das Gesundheitspotenzial im Vergleich zum Risikopotenzial deutlich.

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Mountainbike und E-Mountainbike

  • Martin Kopp,
  • Linda Rausch,
  • Johannes Burtscher,
  • Martin Niedermeier

摘要

Mountainbiken und E-Mountainbiken sind im Vergleich zum Bergwandern relativ junge Bergsportarten. Erst durch technische Errungenschaften konnte dieser Sport für die Allgemeinheit verfügbar gemacht werden. Die Übertragung der Kraft auf die Pedale erfordert für Bergauffahrten beim nicht elektronisch assistierten Radfahren gute muskuläre und kardiovaskuläre Voraussetzungen. Die Belastung kann beim ursprünglichen Mountainbiken durch technische Unterstützung zwar ein wenig reduziert werden, die Beanspruchung bleibt aber üblicherweise im intensiven Bereich (je nach Gelände). Mountainbiken erfordert ein intensives Zusammenspiel von Kraft und Gleichgewicht, kombiniert mit koordinativen und kognitiven Herausforderungen, die zur Anpassung an Gelände- und Umweltvoraussetzungen nötig sind. Dadurch werden Trainingseffekte auf sehr unterschiedlichen Ebenen erzeugt; neben den muskulären und stoffwechselbezogenen Anpassungen gibt es positive psychische und soziale Effekte, die einerseits durch den Kontakt mit der Natur, andererseits aber durch die Bewältigung einer fordernden Aufgabenstellung erfolgen können. Risikopotenzial entsteht durch Sturz bzw. das Abrutschen von den Pedalen sowie insbesondere durch eine nicht angepasste Geschwindigkeitswahl beim Bergabfahren. Kleinere Verletzungen wie Schürfwunden und Prellungen kommen häufig vor, sind aber in der Regel von geringer Bedeutung. Frakturen betreffen meist den Rumpf und die oberen Extremitäten; auch Schulterverletzungen sind häufig. Inadäquate Schutzausrüstung zusammen mit zu hoher, den eigenen Fähigkeiten nicht angepasster Abfahrtsgeschwindigkeit kann zu tödlichen Verletzungen führen.Bei einer an die Umweltvoraussetzungen angepassten Ausübung entsprechend der eigenen körperlichen Verfassung und des eigenen Könnens überwiegt das Gesundheitspotenzial im Vergleich zum Risikopotenzial deutlich.