Körperliche Aktivität im Allgemeinen ist mit einer Reihe von gesundheitlichen Vorteilen verbunden. Bergsportaktivitäten (z. B. Bergwandern, Klettern, Bergsteigen oder Skilauf) gelten sowohl bei Einheimischen als auch bei Tourist:innen in alpinen Regionen als beliebte Betätigungsformen. Obwohl die verschiedenen Bergsportaktivitäten zum Teil unterschiedliche Merkmale aufzeigen, gibt es auch gemeinsame Charakteristika, die sowohl für kurzfristige Auswirkungen auf die Befindlichkeit als auch für längerfristige Auswirkungen auf die psychische Gesundheit als relevant angesehen werden können. Zu den gesundheitsrelevanten Merkmalen von Bergsport zählen unter anderem die körperliche Aktivität an sich, die Naturexposition und der Erwerb und die Anwendung sportartspezifischer Fertigkeiten. Basierend auf einer begrenzten Anzahl von Studien spezifisch für den Bergsport lässt sich zusammenfassen, dass die Befindlichkeit während des Bergsports positiv beeinflusst werden kann. Zusätzlich zu den unmittelbaren Effekten wird in der Literatur über positive Auswirkungen von längerfristigen Bergsport- Bewegungsprogrammen auf Parameter der psychischen Gesundheit berichtet. Weitaus seltener und meist im Zusammenhang mit Unfällen wird von negativen Auswirkungen von Bergsportaktivitäten auf die psychische Gesundheit berichtet. Die Beobachtungen negativer Befindlichkeit während der bergsportlichen Aktivitäten lassen sich teilweise dadurch erklären, dass sich die Teilnehmenden auf die Überwindung der Schwierigkeiten während der Aktivität konzentrieren müssen. Erklärt werden können positive Auswirkungen des Bergsports mit Ansätzen, die sich auf die körperliche Aktivität und auf die Umgebungsbedingungen bei der Bergsportausübung beziehen. Hierbei werden sowohl neurobiologische als auch psychosoziale Hypothesen diskutiert.

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Bergsport, Befindlichkeit und psychische Gesundheit

  • Martin Niedermeier,
  • Benedikt Hösl,
  • Anika Frühauf,
  • Martin Kopp

摘要

Körperliche Aktivität im Allgemeinen ist mit einer Reihe von gesundheitlichen Vorteilen verbunden. Bergsportaktivitäten (z. B. Bergwandern, Klettern, Bergsteigen oder Skilauf) gelten sowohl bei Einheimischen als auch bei Tourist:innen in alpinen Regionen als beliebte Betätigungsformen. Obwohl die verschiedenen Bergsportaktivitäten zum Teil unterschiedliche Merkmale aufzeigen, gibt es auch gemeinsame Charakteristika, die sowohl für kurzfristige Auswirkungen auf die Befindlichkeit als auch für längerfristige Auswirkungen auf die psychische Gesundheit als relevant angesehen werden können. Zu den gesundheitsrelevanten Merkmalen von Bergsport zählen unter anderem die körperliche Aktivität an sich, die Naturexposition und der Erwerb und die Anwendung sportartspezifischer Fertigkeiten. Basierend auf einer begrenzten Anzahl von Studien spezifisch für den Bergsport lässt sich zusammenfassen, dass die Befindlichkeit während des Bergsports positiv beeinflusst werden kann. Zusätzlich zu den unmittelbaren Effekten wird in der Literatur über positive Auswirkungen von längerfristigen Bergsport- Bewegungsprogrammen auf Parameter der psychischen Gesundheit berichtet. Weitaus seltener und meist im Zusammenhang mit Unfällen wird von negativen Auswirkungen von Bergsportaktivitäten auf die psychische Gesundheit berichtet. Die Beobachtungen negativer Befindlichkeit während der bergsportlichen Aktivitäten lassen sich teilweise dadurch erklären, dass sich die Teilnehmenden auf die Überwindung der Schwierigkeiten während der Aktivität konzentrieren müssen. Erklärt werden können positive Auswirkungen des Bergsports mit Ansätzen, die sich auf die körperliche Aktivität und auf die Umgebungsbedingungen bei der Bergsportausübung beziehen. Hierbei werden sowohl neurobiologische als auch psychosoziale Hypothesen diskutiert.