Management von Nebenwirkungen der Chemo- und/oder Immuntherapie
摘要
In der Urologie nimmt der Einsatz multimodaler Therapiekonzepte sowie von Kombinationstherapien bei urologischen Tumorerkrankungen zu, sodass eine zunehmende Konfrontation mit den Nebenwirkungen der medikamentösen Therapien (Chemo- bzw. Immuntherapien) besteht. Es ist wichtig, diese früh genug und sicher zu erkennen und deren Therapie einzuleiten. Symptome, die durch eine Nebenwirkung einer Systemtherapie ausgelöst werden, können sich unterschiedlich darstellen. Patient:innen kommen häufig mit Verschlechterung des Allgemeinzustands und Appetitlosigkeit. Zu den häufigsten Nebenwirkungen einer Chemotherapie zählen Neutropenie, Stomatitis, Mukositis, Diarrhö, Nausea und Emesis. Im Vergleich hierzu induzieren Immuncheckpoint-Inhibitoren häufig autoimmune Nebenwirkungen, die jedes Organ betreffen können. Hierbei sind häufig die Haut (Exantheme, Xerosis cutis, Pruritus), der Darm (Kolitis, Diarrhö), die Leber (Hepatitis), die endokrinen Organe (Thyreoiditis oder Hypophysitis), die Niere (Nephritis), die Lunge (Pneumonitis) sowie die Gelenke (Arthralgien) betroffen. Die Behandlung der zytostatikaassoziierten Nebenwirkungen unterscheidet sich erheblich von den immunvermittelten Nebenwirkungen, welche primär auf den Einsatz von Kortikosteroiden, immunmodulatorischen Substanzen und Therapiepausen basiert. Ein sorgfältiges, standarisiertes interdisziplinäres Nebenwirkungsmanagement und eine frühzeitige Therapie der Nebenwirkung vermindern das Risiko eines vorzeitigen Therapieabbruchs und verbessern die Effizienz der Therapie und die Prognose der Patient:innen.