»… wenn nicht aktenmäßig, so doch aus den Akten.« Zu Akten und Erzählung in realistischer Prosa und gegenwärtigen Filmbildern
摘要
Administration hat den Zweck, für Verfahrensrationalität bei Verwaltungsprozessen zu sorgen, Überschaubarkeit und Eindeutigkeit zu schaffen. Nicht unbedingt das Terrain der Kunst, sollte man denken. Dennoch sind Akten ein Gegenstand mit eminenter symbolischer Aufladung. Dies skizziere ich in einem ersten Kapitel. Zweitens zeige ich an einigen Beispielen (auto-)biographischer Prosa des literarischen Realismus, wie sich die literarische agency der Akten entwickelt. Die Mehrsinnigkeit von agency ist hier einkalkuliert: als Behörde ebenso wie als Ausstattung des Subjekts mit Handlungsmacht und als dinglicher Eigensinn. Drittens frage ich mich anhand der aktuellen TV-Serie Severance, welche Bedeutung dem Bild von Akten in einer mehr und mehr digitalisierten Gesellschaft zukommt.