Monarchien: Nation, Legitimation und Herrschaftssicherung
摘要
Sechs der sieben Staaten der Arabischen Halbinsel werden noch heute monarchisch regiert: Saudi-Arabien, Kuwait, Bahrain, Katar, Oman und die monarchische Föderation der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). In keiner anderen Weltregion ist die Dichte von MonarchienMonarchie vergleichbar hoch, in wenigen anderen Ländern weltweit ist der monarchische Machtanspruch ähnlich umfassend. Die hohe Anzahl von Königen, Emiren und Sultanen erstreckte sich bis Mitte des letzten Jahrhunderts auch über die erweiterte Region des Mittleren Ostens und Nordafrikas (MENA). Neben den überlebenden Monarchien, dem Königreich Marokko und dem haschemitischen Königreich Jordanien, dominierte die Monarchie als Staatsform auch in Ägypten (bis 1952), im Irak (bis 1958), im Jemen (bis 1962), in Libyen (bis 1969) und im Iran (bis 1979). Trotz deren Niedergang bleibt die hohe regionale Konzentration monarchischer Herrscher ein wichtiger Faktor bei der Betrachtung und Analyse des politischen Geschehens der Region. In den Monarchien der MENA-Region liegt die Staatsmacht ausschließlich in den Händen männlicher Monarchen. Entsprechend wird im Haupttext nur die maskuline Form verwendet.