Beobachtungskriterien und Befunde
摘要
In diesem Kapitel geht es um die Orientierung im Arbeitsfeld der Psychosomatik, bei dem die Wechselwirkung zwischen psychischen und körperlichen Faktoren zur Entstehung zahlreicher körperlicher Symptome führt. Unabhängig von der Diagnose und davon, ob somatische Befunde die Auswirkungen am Körper erklären können, werden in der psychosomatischen Physiotherapie die Bewegungsfähigkeiten des Patienten beobachtet und erfasst. Außerdem werden der Gesichtsausdruck, der Blickkontakt, die Atemmuster und die Art und Weise, wie eine Person sitzt, steht und sich bewegt, im Befund festgehalten. Diese Beobachtungen geben Hinweise auf Körpererfahrungen, das Körperschema und das Körperbild eines Patienten. Ein vitaler Körperausdruck zeigt sich durch lebendige Mimik und Gestik, eine stabile und aufrechte Haltung, freie Atmung und harmonische Bewegung ohne bewusste Anstrengung oder Planung. Die Beurteilung des Bewegungsverhaltens wird durch das Psychosomatische Assessment (PsAPh) erfasst und bietet der Physiotherapie eine Orientierungshilfe für die praktische Behandlung von Patienten. Das PsAPh unterstützt die Entscheidungsfindung bei der Auswahl von physiotherapeutischen Interventionen.