Die Mobilisierung der Literatur Heinrich Heines „Reisebilder“
摘要
Als Heinrich Heine im Frühling des Jahres 1827 nach England reist, übt die industrielle Betriebsamkeit der Hauptstadt London eine große Faszination auf ihn aus. Blättert man in den Reportagen der „Englischen Fragmente“, die Heine ein Jahr später in Journalen des Cotta-Verlages publiziert und 1831 dann in den vierten Band der „Reisebilder“ aufnimmt, stößt man auf die emphatische Beschwörung Londons als Zentrum einer neuen Welt, die von der unendlichen Bewegung der Menschen- und Warenströme beherrscht wird. Wer, so Heine, an der großen Londoner Straße Cheapside stehe und höre, „wie die Menschenwogen ihn umrauschen“, dem offenbare sich plötzlich „die Pulsader der Welt“. (DHA VII, 213 f.)